Dax startet im Minus – Zollangst belastet

Wirtschaftliche Entwicklungen am Frankfurter Börse

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Montagmorgen mit Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.135 Punkten berechnet, und damit 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Commerzbank, Henkel und RWE, am Ende SAP, Zalando und Airbus.

„Neue Zollangst und ein drohender Angriff der USA auf den Iran belasten den Dax zu Wochenbeginn gleich doppelt“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die neue Zollangst habe bislang jedoch keinen allgemeinen Rückzug aus ausgelöst. „Das zeigt, dass sich die Anleger bereits auf die Suche nach möglichen Gewinnern gemacht haben, die aus dem Urteil des Obersten Gerichts hervorgehen könnten.“

„Internationale Aktien – darunter auch europäische – könnten zu den Gewinnern des Zollurteils zählen, da sich Anleger in ihrer bereits seit Monaten laufenden Abkehr von US-Aktien bestärkt sehen könnten“, fügte der Marktexperte hinzu. Schließlich müsse der US-Präsident nun erst beweisen, dass er seine politischen noch finanzieren könne, wenn ihm Einnahmen aus reziproken Zöllen fehlen und Zölle auf Basis alternativer Rechtsgrundlagen erst noch im Kongress durchgesetzt werden müssen. „Der festere gegenüber dem US-Dollar zu Wochenbeginn ist ein Hinweis darauf. Die US-Regierung könnte gezwungen sein, gut 130 Milliarden US-Dollar an bereits gezahlten reziproken Zöllen klagenden wieder zurückzuerstatten.“

„US-Präsident kann nun keine permanenten Zölle mehr per Unterschrift aktivieren oder deaktivieren – damit verliert er die Rechtsgrundlage für ein zentrales Element seiner politischen Agenda“, so Stanzl. Für permanente Zölle benötige er die Zustimmung des Kongresses, und hier könne er sich angesichts der Abweichler in den eigenen Reihen keiner Mehrheit mehr sicher sein. „In der Handelspolitik könnte sich die US-Regierung nun also Ländern gegenübersehen, die selbstbewusster in Verhandlungen gehen. Viele bereits verhandelte Zollabkommen stehen potenziell wieder zur Disposition – darunter auch das noch nicht ratifizierte Abkommen der EU mit den USA.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1817 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8462 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 71,09 US-Dollar; das waren 67 Cent oder 0,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

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Jochen Stanzl, US-Präsident Trump

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Frankfurt/Main

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax startete am Montag mit einem Rückgang von 0,5 Prozent auf etwa 25.135 Punkte, belastet durch neue Zollängste und geopolitische Spannungen, während Anleger dennoch nach potenziellen Gewinnern suchten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Neue Zollangst
  • Drohender Angriff der USA auf den Iran
  • Unsicherheit über zukünftige Handelsabkommen
  • Änderungen in der US-Handelspolitik
  • Starke Abkehr von US-Aktien durch Anleger
  • Erwartung möglicher Gewinner aus Gerichtsurteilen
  • Stieg des Euro gegenüber dem US-Dollar
  • Rückerstattungen von Zöllen an Unternehmen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Dax startet mit Kursverlusten, liegt bei 25.135 Punkten
  • Einfluss von neuen Zollängsten und möglichen Angriffen der USA auf den Iran
  • Anleger suchen weiterhin nach möglichen Gewinnern
  • Internationale Aktien könnten von der Situation profitieren
  • US-Präsident Trump verliert die Möglichkeit, permanente Zölle eigenständig zu aktivieren
  • Zustimmung des Kongresses wird für permanente Zölle benötigt
  • Euro steigt leicht auf 1,1817 US-Dollar
  • Ölpreis sinkt auf 71,09 US-Dollar pro Fass

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kursverluste beim Dax
  • Anleger suchen nach möglichen Gewinnern
  • Internationale Aktien könnten von der Situation profitieren
  • US-Regierung könnte 130 Milliarden US-Dollar zurückzahlen müssen
  • Verlust der Rechtsgrundlage für permanente Zölle
  • Schwierigkeiten für die US-Regierung in Handelsverhandlungen
  • Bereits verhandelte Zollabkommen könnten zur Disposition stehen
  • Stärkere europäische Gemeinschaftswährung
  • Rückgang des Ölpreises

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, äußert sich zu den Auswirkungen von Zollängsten und einem möglichen Angriff der USA auf den Iran auf den Dax.

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