Gewerkschaft kritisiert hohe psychische Belastung von Polizisten
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Gesellschaft: Psychische Belastungen der Polizei in Deutschland
Berlin () – Psychische und emotionale Belastungen von Polizisten in Deutschland sind signifikant höher als in anderen Berufen. Das geht aus einer Auswertung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hervor, über die der „Münchner Merkur“ (Dienstagausgabe) von „Ippen Media“ berichtet. Die Folgen psychischer Belastung führten zu mehr Ausfällen bei der Polizei und mittelfristig zu einem Sicherheitsproblem, so die GdP.
Grundlage der GdP-Auswertung ist die bundesweite Beschäftigtenbefragung „Index Gute Arbeit“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) der Jahre 2020 bis 2025. Demnach sind Polizeibeamte unter anderem besonders oft Konflikten ausgesetzt (50 Prozent der befragten Polizisten gegenüber durchschnittlich 14 Prozent in anderen Berufsgruppen) und werden überdurchschnittlich oft Opfer von Beleidigungen oder respektlosem Verhalten (18 Prozent gegenüber 10 Prozent).
Außerdem gaben 55 Prozent der befragten Beamten an, oft oder sehr oft Anforderungen erfüllen zu müssen, die schwer miteinander zu vereinbaren seien. Bei anderen Berufsgruppen liegt diese Zahl bei 32 Prozent. 51 Prozent der Befragten gaben außerdem an, sich häufig bei der Arbeit gehetzt zu fühlen und unter Zeitdruck zu stehen.
Immer häufiger führten dauerhafte psychische Belastungen unter Polizeibeamten zu Langzeiterkrankungen und Ausfällen von mehr als zwölf Wochen, sagte Hagen Husgen vom GdP-Bundesvorstand der Zeitung. „Wir nähern uns dem Punkt, an dem die noch gesunden Beschäftigten das Fehlen der Erkrankten nicht mehr auffangen können“, so der Gewerkschafter. Das führe mittelfristig zu einem Sicherheitsproblem in Deutschland.
Er nimmt auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in die Pflicht. „Plötzlich sollen Grenzen gesichert werden und die Beamten müssen dann dahin“, sagte er. „Die Polizei ist getrieben von immer neuen politischen Vorgaben, von der Bundesregierung, vom Innenminister.“ Es brauche „mindestens 20.000“ zusätzliche Polizisten, „um die derzeitigen Aufgaben zufriedenstellend erfüllen zu können, und ohne, dass noch mehr Einsatzkräfte krank werden“, so Husgen.
Für den DGB-Index wurden im genannten Zeitraum insgesamt 36.598 Arbeitnehmer zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. Für die Polizei wurden die Daten von 296 Beschäftigten aus dem Polizeivollzugs- und Kriminaldienst ausgewertet.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Gewerkschaft der Polizei (GdP), Münchener Merkur, Ippen Media, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt. Zudem wird im gesamten Text auf die bundesweite Situation der Polizei in Deutschland hingewiesen.
Worum geht es in einem Satz?
Eine Auswertung der Gewerkschaft der Polizei zeigt, dass die psychischen und emotionalen Belastungen von Polizisten in Deutschland erheblich höher sind als in anderen Berufen, was zu erhöhten Krankheitsausfällen und mittelfristig zu Sicherheitsproblemen führen könnte.
Forderung nach mindestens 20.000 zusätzlichen Polizisten
Kritik an politischen Vorgaben von Bundesregierung und Innenminister
Welche Konsequenzen werden genannt?
Höhere psychische und emotionale Belastungen bei Polizisten
Mehr Ausfälle bei der Polizei
Mittelfristig ein Sicherheitsproblem
Zunahme von Langzeiterkrankungen
Ausfälle von mehr als zwölf Wochen
Unzureichende Personaldecke
Bedarf nach mindestens 20.000 zusätzlichen Polizisten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Hagen Husgen vom GdP-Bundesvorstand zitiert, der auf die Auswirkungen der psychischen Belastungen von Polizisten auf die Sicherheit in Deutschland hinweist.