NRW-Landesdatenschützerin warnt vor Zentralisierung
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Datenschutz und Vertrauen in den Staat NRW
Düsseldorf () – Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW, Bettina Gayk, wehrt sich gegen Bestrebungen, ihr Amt abzuschaffen.
„Der Ministerpräsident hat hervorgehoben, dass das Vertrauen der Menschen in den Staat wichtig ist“, sagte Gayk der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern leisteten einen wichtigen Beitrag dazu, dass dieses Vertrauen nicht erschüttert werde, indem sie vermitteln oder indem sie zu einer guten Datenverarbeitungspraxis und zu verfassungsgemäßer Gesetzgebung beraten und notfalls auch massiv eingreifen, wenn die Grundrechte der Bürger verletzt würden.
Während man im Jahr 2024 noch rund 12.000 Eingaben hatte, waren es im zurückliegenden Jahr über 18.000. Dabei sei der Anstieg der Beschwerden betroffener Bürger über konkrete Datenschutzverstöße mit über 60 Prozent besonders hoch, so Gayk. Zu den Eingaben zählen nicht nur Beschwerden, sondern auch Beratungsanfragen und Meldungen von Datenpannen.
Gayk warnte davor, dass es im Moment populär sei, den Datenschutz als Hindernis für Sicherheit anzuführen. Damit werde eine gefährliche Geschichte erzählt. „Natürlich sollen Sicherheitsbehörden die für ihre Ermittlungsarbeit notwendigen Befugnisse bekommen.“ Aber sie müssten sie auch zum Schutz aller Bürger verhältnismäßig gebrauchen. „Das erfordert eine präzise gesetzliche Beschreibung, unter welchen Bedingungen und in welchen Grenzen diese Befugnisse eingesetzt werden dürfen.“
Es zeichne einen Rechtsstaat aus, dass die Ausübung von Macht gegenüber den Bürgern klaren Regeln unterliege. „Das gilt in besonderem Maße für Befugnisse von Sicherheitsbehörden. Gibt es hier keine klar definierten Grenzen, können solche Befugnisse selbst eine große Unsicherheit erzeugen.“ Gayk warnte, dass dies das Vertrauen der Bürger in den Staat beschädige. „Insbesondere bei der jüngsten Gesetzgebung zum Verfassungsschutz- und zum Polizeigesetz hat die Geschichte des angeblichen Sicherheitshindernisses Datenschutz nach meinem Eindruck bereits verfangen. Meine Hinweise, wo die von der Verfassung geforderte Eingrenzung der neuen Befugnisse verbessert werden muss, wurden weitgehend vom Tisch gewischt.“
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Kanzlerin, Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW, Bettina Gayk, Ministerpräsident, Rheinische Post, Datenschutzbeauftragte von Bund und Ländern, Sicherheitsbehörden, Verfassungsschutz, Polizeigesetz.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen (NRW).
Worum geht es in einem Satz?
Bettina Gayk, die Landesbeauftragte für Datenschutz in NRW, verteidigt die Bedeutung ihres Amtes gegen Bestrebungen zu dessen Abschaffung und warnt vor den Gefahren eines unklaren Rahmens für Sicherheitsbefugnisse, da dies das Vertrauen der Bürger in den Staat gefährden könnte.
Erhöhte Unsicherheit durch unklare Grenzen für Sicherheitsbefugnisse
Gefährdung der Grundrechte der Bürger
Anstieg der Beschwerden über Datenschutzverstöße
Potenzial für Missbrauch von Sicherheitsbefugnissen
Negative Auswirkungen auf die verfassungsgemäße Gesetzgebung
Verbreitung von Fehlinformationen über Datenschutz als Sicherheitshemmnis
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW, Bettina Gayk, zitiert. Sie äußert sich kritisch zu den Bestrebungen, ihr Amt abzuschaffen, und betont die Bedeutung des Datenschutzes für das Vertrauen der Bürger in den Staat.