Gesellschaft: Teilzeitarbeit in Deutschland 2024
Wiesbaden () – Die Gründe für eine Teilzeittätigkeit sind vielfältig und kommen bei Frauen und Männern unterschiedlich stark zum Tragen.
Am häufigsten gaben Teilzeitbeschäftigte im Jahr 2024 den eigenen Wunsch nach Teilzeit als Grund für die Reduzierung der Arbeitsstunden an. Das traf auf 27,9 Prozent der insgesamt 13,1 Millionen Erwerbstätigen in Teilzeit zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag nach Endergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilte. Teilzeitbeschäftigte Frauen (28,9 Prozent) wollten demnach häufiger in Teilzeit arbeiten als teilzeitbeschäftigte Männer (24,9 Prozent).
Ein weiterer wichtiger Grund für die Teilzeittätigkeit ist die Betreuung von Angehörigen. 23,5 Prozent der Teilzeitbeschäftigten arbeiteten in reduziertem Umfang, um Kinder, Menschen mit Behinderungen oder pflegebedürftige Personen zu betreuen. Bei Frauen war dieser Anteil mit 28,8 Prozent mehr als viermal so hoch wie bei Männern mit 6,8 Prozent. Eine Aus- oder Fortbildung oder ein Studium waren für 11,6 Prozent ein Teilzeitgrund. Teilzeitbeschäftigte Männer gaben dieses Motiv mit einem Anteil von 21,5 Prozent deutlich häufiger an als Frauen (8,4 Prozent).
Ein weiterer Grund für das Arbeiten in Teilzeit war die eigene Krankheit oder Behinderung (4,9 Prozent). Weitere 4,8 Prozent der Teilzeitbeschäftigten würden gern in Vollzeit arbeiten, konnten jedoch keine passende Stelle dazu finden. Die restlichen 27,4 Prozent hatten andere familiäre, persönliche oder sonstige Gründe für ihre Teilzeitbeschäftigung.
Insgesamt arbeiteten im Jahr 2024 in Deutschland 30,6 Prozent aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Bei Frauen war die Teilzeitquote mit 49,5 Prozent deutlich höher als bei Männern (13,9 Prozent).
Wer wegen der Betreuung von Angehörigen wie Kindern oder Pflegebedürftigen in Teilzeit arbeitet, gab überwiegend an, das auf eigenen Wunsch zu tun. Knapp zwei Drittel (65,3 Prozent) derer, die wegen Betreuung in Teilzeit arbeiteten, wollten diese Betreuung selbst übernehmen. Die Verfügbarkeit oder die Kosten von Betreuungsangeboten spielten bei der Entscheidung eine vergleichsweise untergeordnete Rolle: Für 11,1 Prozent der Beschäftigten, die wegen der Betreuung von Angehörigen in Teilzeit arbeiteten, stand zu den benötigten Tageszeiten kein geeignetes Betreuungsangebot zur Verfügung. 5,2 Prozent konnten das Betreuungsangebot nicht bezahlen, weitere 3,1 Prozent fanden in der Nähe kein passendes Angebot. Für 15,4 Prozent waren andere Gründe ausschlaggebend, so Destatis.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Bundesamt (Destatis)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2024 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Wiesbaden, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Im Jahr 2024 arbeiteten in Deutschland 30,6 Prozent der Erwerbstätigen in Teilzeit, wobei der Hauptgrund für einen Teilzeitjob oft der eigene Wunsch war, während Frauen deutlich häufiger als Männer wegen der Betreuung von Angehörigen in Teilzeit arbeiteten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Wunsch nach Teilzeit (27,9 %)
- Betreuung von Angehörigen (23,5 %)
- Ausbildung oder Studium (11,6 %)
- Eigene Krankheit oder Behinderung (4,9 %)
- Mangel an Vollzeitstellen (4,8 %)
- Sonstige familiäre oder persönliche Gründe (27,4 %)
- Höhere Teilzeitquote bei Frauen (49,5 %) vs. Männern (13,9 %)
- Mehrheit möchte Betreuung selbst übernehmen (65,3 %)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Es wird im Artikel nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Wunsch nach Teilzeit
- Betreuung von Angehörigen
- Eigene Aus- oder Fortbildung
- Eigene Krankheit oder Behinderung
- Schwierigkeiten, passende Vollzeitstelle zu finden
- Vorhandene familiäre oder persönliche Gründe
- Höhere Teilzeitquote bei Frauen
- Selbstübernahme der Betreuung bei Teilzeitarbeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.
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