Eine gut durchdachte Lager- und Logistikstrategie ist für den Erfolg eines jeden Unternehmens von elementarer Bedeutung. Wenn sich Waren und Materialien nicht optimal innerhalb eines Unternehmens bewegen, wird die gesamte Produktion verzögert, was zu längeren Lieferzeiten und Stillstandzeiten führt und letztlich unnötige Kosten verursacht. Eine optimal abgestimmte Intralogistik hingegen kann Kosten senken und die Produktivität insgesamt steigern.
Intralogistik neu denken: Potenziale erkennen und Prozesse optimieren
Die Intralogistik steuert sämtliche innerbetrieblichen Materialflüsse vom Wareneingang, über Lager und Produktion bis zum Warenausgang. Wenn an irgendeiner Stelle Verzögerungen aufkommen, kostet das nicht nur Zeit, sondern auch Geld und nicht zuletzt auch die Kundenzufriedenheit. Um jederzeit einen effizienten Materialfluss zu gewährleisten, ist es wichtig, die Intralogistik zu optimieren. Da jedes Unternehmen ganz eigene, individuelle Anforderungen und Ausgangslagen hat, gibt es hier aber keine Standardlösungen – Intralogistikoptimierung muss immer nach einer individuellen Strategie erfolgen. Um eine solche zu entwickeln, bedarf es zunächst einer gründlichen Analyse des Ist-Zustands. Dabei müssen unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:
- Welche Wege müssen Waren und Materialien zurücklegen?
- Wie ist die Flächennutzung? Ist noch Lagerkapazität vorhanden oder muss zusätzlicher Lagerraum geschaffen werden?
- Welche Fahrzeuge und Fördermittel werden aktuell eingesetzt? Sind sie optimal auf die individuellen Anforderungen vor Ort abgestimmt?
- Gibt es in bestimmten Prozessschritten Engpässe, Wartezeiten oder andere Komplikationen?
- Welche digitalen Systeme werden bereits genutzt? Kann durch Automatisierung möglicherweise mehr Effizienz erzielt werden?
Auf Grundlage der Analyse können nun gezielt Maßnahmen abgeleitet werden – beispielsweise zur Optimierung der Transportwege, zur besseren Auslastung vorhandener Flächen oder auch zur Einführung moderner digitaler Systeme, welche Prozesse automatisieren und den Materialfluss effizienter machen. Im Folgenden einige Anregungen, die sich schnell in der Praxis umsetzen lassen.
Prozesse standardisieren für mehr Produktivität
Noch immer wickeln viele Unternehmen zahlreiche Prozesse manuell ab, was sich nicht gerade produktivitätssteigernd auswirkt. Klar definierte, standardisierte Prozesse hingegen, bei denen Zuständigkeiten eindeutig festgelegt sind, können die Fehlerquote deutlich verringern und die allgemeine Effizienz steigern. Es lohnt sich vor allem auch, Mitarbeiter aktiv in den Prozess einzubinden, da diese meist am besten wissen, wo etwaige Schwachstellen vorliegen und mit welchen Maßnahmen man diese beseitigen kann.
Effiziente Transportmittel für den innerbetrieblichen Materialfluss
Hubwagen, Gabel- und Schubmaststapler, Plattformwagen, Industrieanhänger und Co. – ohne Fahrzeuge und Fördermittel läuft in der Intralogistik nichts. Viele Unternehmen verschenken aber wichtiges Potenzial, indem sie wenig effiziente Lösungen für innerbetriebliche Transportaufgaben nutzen. Transportmittel, die optimal auf die individuellen Unternehmensstrukturen ausgelegt sind, können maßgeblich dazu beitragen, Materialflüsse zu optimieren und Durchlaufzeiten zu verkürzen. Unternehmen wie beispielsweise multi-trans.de fertigen unter anderem Sonderelektrofahrzeuge nach Maß an, die auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten werden.
Smarte Technik für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Unternehmen, die sich der Digitalisierung verschließen und auf Automatisierung verzichten, werden mittelfristig keine Chance haben, sich gegen Konkurrenten und Mitbewerber zu behaupten. Auch wenn die anfänglichen Investitionskosten auf manchen abschreckend wirken können, zahlt sich der Einsatz von entsprechenden Technologien und Tools langfristig aus. RFID-Tags für eine lückenlose Warenverfolgung, automatisierte oder auch fahrerlose Transportsysteme oder digitale Lagerverwaltungssysteme machen den Materialfluss effizienter und transparenter. Auch KI-gestützte Analysen und vernetzte Steuerungssysteme werden zukünftig immer wichtiger, wenn es darum geht, die Intralogistik so effizient wie möglich zu gestalten.
Vorteile einer optimierten Intralogistik auf einen Blick
Wie bereits erwähnt, ist Intralogistikoptimierung eine Herausforderung, die jedes Unternehmen individuell meistern muss, um Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Verzichten sollte aber kein Unternehmen auf diese wichtige Maßnahme, denn eine gut durchdachte Intralogistik spart nicht nur Kosten, sondern bringt auch weitere Vorteile mit sich. Insgesamt können Unternehmen durch Intralogistikoptimierung von folgenden Vorteilen profitieren:
- Kürzere Wege, weniger Lagerbestände und geringere Kosten.
- Mitarbeiter arbeiten effizienter, wenn Prozesse und Abläufe klar definiert und bestenfalls standardisiert sind.
- Weniger platzbedingte Umlagerungen schonen Waren und Produkte und ermöglichen eine bessere Qualität.
- Optimierte Prozesse ermöglichen mehr Flexibilität.
- Ein effizienter, optimal geplanter Materialfluss ist die Grundlage für reibungslos funktionierende Produktions- und Logistikprozesse im Unternehmen.
Fazit
Vom Wareneingang über Lager und Produktion bis zum Warenausgang – nur wenn alle Waren- und Materialbewegungen reibungslos ineinandergreifen, ist eine schnelle und fehlerfreie Abwicklung der intralogistischen Prozesse möglich. Auch beugt man unerwünschten Ereignissen wie einem Betriebsausfall vor. Die Optimierung der Intralogistik darf nicht als eine einmalige Maßnahme angesehen werden, sondern vielmehr als ein kontinuierlicher Prozess, der in regelmäßigen Abständen überprüft, und gegebenenfalls angepasst werden muss.
Bild: @ depositphotos.com / Baloncici
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