Beschuldigte in Düsseldorfer Antifa-Prozess verteidigen Gewalt
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Gesellschaft: Prozess gegen Linksradikale in Düsseldorf
Düsseldorf () – Vor dem Beginn eines Großprozesses gegen sechs junge Linksradikale vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verteidigen einige Angeklagte in einer Erklärung den Einsatz von Gewalt.
„Auch wenn gewaltvoller Widerstand gegen Nazis heute von vielen moralisch abgelehnt wird, kann seine historische Bedeutung nicht geleugnet werden“, zitiert die „Wochentaz“ aus einer Erklärung. Heute sei man wieder an einem Punkt, wo sich alle Demokraten fragen müssten, „bis zu welchem Punkt man das staatliche Gewaltmonopol schwerer gewichtet als die Notwendigkeit, Faschismus zu bekämpfen“.
Der Prozess gegen die fünf Frauen und einen Mann aus Thüringen, Sachsen und Hamburg, 23 bis 25 Jahre alt, beginnt am Dienstag. Ihnen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest am Rande eines rechtsextremen Aufmarschs fünf schwere Angriffe auf vermeintliche Teilnehmer verübt zu haben. Zudem soll eine Beschuldigte auch an einem Angriff auf zwei Rechtsextreme in Erfurt im Januar 2023 und an einem Überfall auf ein Erfurter Geschäft einer bei Rechtsextremen beliebten Modemarke im April 2022 beteiligt gewesen sein.
Die Bundesanwaltschaft sieht die Beschuldigten als Teil einer kriminellen Vereinigung und stuft drei der Angriffe als versuchten Mord ein. Im Prozess sind Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027 angesetzt.
Die Erklärung der Angeklagten vor Prozessbeginn wurde im Namen „einiger“ der von der Bundesanwaltschaft „Verfolgter“ verfasst – von welchen Beschuldigten genau, bleibt offen. In dem Statement heißt es laut „Wochentaz“ weiter: „Nur durch die Überzeugung, aber auch die Gegengewalt all der Menschen, die Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben, konnte der Faschismus historisch besiegt werden.“ Zu Recht würden daran heute Denkmäler erinnern. Und es gelte weiter: „Wenn der Faschismus einmal an der Macht ist, dann wird er sich nicht durch Diskussionen wieder davon abbringen lassen.“ Heute, im Jahr 2025, stelle sich allen Menschen, die sich als Antifaschisten begreifen, „ganz konkret die Frage, wie sie dem Wiedererstarken des Faschismus begegnen wollen“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen genannt.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesanwaltschaft, Bundesanwaltschaft, Antifaschisten.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am Dienstag, also im Februar 2023, statt. Zudem werden auch Angriffe im Januar 2023 und April 2022 erwähnt. Der Prozess hat Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027 angesetzt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf, Budapest, Erfurt, Thüringen, Sachsen, Hamburg
Worum geht es in einem Satz?
Vor dem Prozess gegen sechs junge Linksradikale in Düsseldorf rechtfertigen die Angeklagten ihren gewaltsamen Widerstand gegen Rechtsextremismus und betonen die historische Bedeutung solcher Aktionen im Kampf gegen den Faschismus.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Angeklagte verteidigen gewaltsamen Widerstand gegen Nazis
Historische Bedeutung von Gewalt gegen Faschismus wird betont
Aktuelle Besorgnis über das Wiedererstarken des Faschismus
Angeklagte aus Thüringen, Sachsen und Hamburg
Vorwürfe: Angriffe auf Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarschs in Budapest
Auch weitere Angriffe in Erfurt angeklagt
Bundesanwaltschaft stuft Angeklagte als Teil einer kriminellen Vereinigung ein
Verhandlungstermine bis 2027 angesetzt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Einige Angeklagte verteidigen Gewalt gegen Nazis
Diskussion über das staatliche Gewaltmonopol versus Notwendigkeit des Kampfes gegen Faschismus
Prozess gegen junge Linksradikale beginnt, Vorwürfe beinhalten Angriffe auf Rechtsextreme
Bundesanwaltschaft stuft Täter als Teil einer kriminellen Vereinigung ein
Verhandlungstermine bis 2027 angesetzt
Erklärung bleibt unbenannte Angeklagte offen
Hinweis auf historische Bedeutung von Gegenwehr gegen Faschismus
Antifaschisten sollen sich heute Fragen zur Bekämpfung des Faschismus stellen
Welche Konsequenzen werden genannt?
Prozessbeginn gegen sechs Angeklagte
Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung
Ansichten zur Notwendigkeit von Gewalt gegen Faschismus
Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027
Historische Bedeutung des Widerstands gegen Faschismus
Diskussionen über staatliches Gewaltmonopol und Faschismusbekämpfung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Angeklagten zitiert. Sie verteidigen in ihrer Erklärung den Einsatz von Gewalt im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Faschismus und betonen, dass der historische Widerstand durch Überzeugung und Gegengewalt geprägt war.