Italien und Kaffee gehören definitiv zusammen. Kaum ein anderes Land liebt Kaffee und pflegt seine Kaffeekultur so sehr wie Italien. Hier dreht sich (fast) alles um den Espresso, der gerne auch als Macchiato, mit wenig Milch oder als Corretto, mit etwas Grappa, getrunken wird. Es ist der Espresso, der am Morgen die Müdigkeit vertreibt und schon vor der Arbeit im Stehen genossen wird. Am späten Vormittag wird der Espresso pur getrunken. Aber woher stammt eigentlich die Liebe der Italiener zum Kaffee?
Ein Getränk mit Geschichte
Als die Türken im Jahre 1683 vor Wien standen und die Stadt schließlich aufgeben mussten, ließen sie etwas zurück, was sich noch als sehr wertvoll herausstellen sollte: Kaffee. Ein cleverer Wiener mit viel Geschäftssinn eröffnete das erste Kaffeehaus, und zwar in Venedig. Von dort aus trat der Kaffee seinen Siegeszug durch ganz Europa an. Kein anderes Land in Europa ist seitdem so sehr eng mit dem Kaffee verbunden wie Italien, wobei jede Region ihre ganz eigene Kaffeespezialität hat. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass alles, was für die Zubereitung benötigt wird, ursprünglich aus Italien kommt. Wer beispielsweise eine Eureka Kaffeemühle besitzt, kann seinen Espresso wie die Italiener zubereiten.
Ein Paradies für Kaffeeliebhaber
Kaffee wird in ganz Europa gerne und auch viel getrunken, die größte Vielfalt bietet aber Italien. Wer nach Venedig kommt, sollte unbedingt das „Caffè Florian“ besuchen, das älteste Kaffeehaus des Landes. Zwischen zahlreichen Kunstwerken und edlen Spiegeln wird das Kaffeetrinken regelrecht zelebriert. Am Gardasee stehen die würzigen Arabica-Bohnen und ein sehr heller Röstgrad im Mittelpunkt. Die Kaffeebar „Al Porto“ bietet ihren Gästen zum Kaffeegenuss außerdem einen herrlichen Blick auf den See. Auch die Modemetropole Mailand ist, was den Kaffee angeht, einen Besuch wert. Die „Zucca Galleria“ ist eines der schönsten Kaffeehäuser Italiens und ist direkt neben dem Mailänder Dom zu finden.
Von der Hauptstadt in den Süden
Bekanntlich führen alle Wege nach Rom, und das gilt besonders für alle, die gerne Kaffee trinken. Die zahlreichen Kaffeebars rösten ihre Bohnen selbst und wer Zeit mitbringt, lernt die italienische Liebe zum Kaffee besonders in diesen Bars kennen. Eine sehr gute Adresse ist das „Antico Caffè Greco“, wo schon Johann Wolfgang von Goethe seinen Espresso getrunken hat. Auch in Neapel lieben die Menschen den kleinen, starken Kaffee. Die Arabica- und Robusta-Bohnen werden dunkel geröstet und verleihen dem Kaffee einen wunderbar cremigen Schaum. Die Bar „Mexico“ und das „Gran Caffè Gambrinus“ servieren einen immer aromatischen Espresso.
Fazit
Kaffee war in seinen Anfängen in Europa eine Heilpflanze und wurde erst später, zunächst in Italien, zu einem beliebten Genussmittel. Bis heute ist Kaffee ein Genuss und die Zentrale der Kaffeekultur ist noch immer Italien. Selbst in der Spitze des Stiefels, auf Sizilien, gibt es mehr als 300 Kaffeeröster, von denen einige ihre köstlichen Kaffeespezialitäten sogar 24 Stunden am Tag anbieten. In der kleinen Stadt Noto ist das „Caffè Sicilia“ und dort, das wissen Kenner, wird der beste Kaffee in ganz Sizilien serviert. Das Caffè kann seine Gäste aber nicht nur mit seinem Espresso oder einem köstlichen Caffè Doppio, einem doppelten Espresso beeindrucken, auch die spätbarocke Architektur ist immer wieder sehenswert.
Bild: @ depositphotos.com / Subbotina
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