Die Schweiz ist nicht nur für Feinschmecker und Uhrenliebhaber eine beliebte Urlaubsadresse. Das kleine Land bietet zu allen Jahreszeiten viele Möglichkeiten, sich zu erholen und zu entspannen. Wandern und Schwimmen in einem der zahlreichen Seen bieten sich zwischen Mai und September an, im Winter locken die Berge in Davos und St. Moritz. Das Matterhorn ist ein beliebtes Reiseziel, ebenso wie der berühmt-berüchtigte Eiger und der Rheinfall bei Schaffhausen. Feinschmecker werden sich im Tessin wohlfühlen, und wer gerne einkaufen geht, kann das im mondänen Zürich, in Genf, Luzern oder in der schönen Hauptstadt Bern.
Eine besondere Maut
Wer auf den Autobahnen im Nachbarland unterwegs ist, muss für die Nutzung zahlen. Die Schweizer Vignette ist verpflichtend für alle Fahrzeuge, die nicht mehr als 3,5 Tonnen wiegen. Wird das Gewicht überschritten, dann muss eine sogenannte Schwerverkehrsabgabe beim Zoll bezahlt werden. Neben den bekannten Vignetten zum Kleben bietet die Schweiz seit zwei Jahren auch eine digitale Variante an. Diese gilt immer vom 1. Dezember des vorigen Jahres bis zum 31. Januar des folgenden Jahres. Vignetten für kurze Zeit, wie einen Tag, eine Woche oder einen Monat, werden in der Schweiz nicht angeboten.
Sondergebühren für die Tunnel
Für bestimmte große Tunnel im Nachbarland wird eine Sondermaut berechnet, unter anderem für den großen St. Bernhard-Tummel und den Munt-La-Schera Tunnel im Engadin. Hierbei handelt es sich um eine private Straße, die den Engadiner Kraftwerken gehört. In besonderen Tunneln im Gebirge werden die Autos mit Spezialzügen transportiert und daher fällt eine separate Maut an, wie im Simplontunnel, im Furka-Tunnel und im Lötschberg-Basistunnel. Für alle anderen Tunnel auf Schweizer Autobahnen gibt es die reguläre Vignette.
Was kostet die Maut in der Schweiz?
Wer mit einem Gespann in die Schweiz reist, muss nicht nur für das Auto, sondern auch für den Anhänger bezahlen. Das Gleiche gilt für Autos, die mehr als 3,5 Tonnen wiegen und einen Anhänger haben. Bei einer offiziellen Verkaufsstelle kostet die Vignette für 14 Monate 44,50 € oder 40 Schweizer Franken. Wer bei alternativen Verkaufsportalen kauft, muss jedoch deutlich mehr bezahlen. Fällt die Wahl auf eine Klebevignette, dann muss diese immer deutlich sichtbar an der Innenseite der Windschutzscheibe geklebt werden. Für Anhänger und Motorräder gilt: Sie müssen auf einem Fahrzeugteil kleben, was man nicht auswechseln kann und das leicht zugänglich ist. Wer beispielsweise mit einer Autoverladung durch den Simplontunnel fährt, zahlt 26 € für das Auto, 45 € für ein Wohnmobil, 23 € für einen Anhänger und 15 € für das Motorrad.
Fazit
Wer in der Schweiz die Ferien verbringen will und vielleicht eine Reise durch das Land plant, sollte schon im Vorfeld die richtige Vignette kaufen. Die digitale Form wird unter anderem durch das Mautportal des ADAC angeboten, was allerdings mit einer Servicegebühr verbunden ist. Die bekannte Klebevignette kann direkt an der Grenze gekauft werden. Sie muss so angebracht sein, dass sie ohne Aufwand jederzeit kontrolliert werden kann. Ist sie nicht mehr gültig, sollte sie vorsichtig von der Innenseite der Windschutzscheibe entfernt werden. Falls es einen Glasbruch gibt, dann stellen alle Zollämter der Schweiz eine Ersatzvignette zur Verfügung. Die Autobesitzer müssen dazu die Kopie der Rechnung einer Werkstatt vorlegen, welche die Scheibe gewechselt hat.
Bild: @ depositphotos.com / tupungato
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