Wirtschaft: Tarifverhandlungen bei Lufthansa in Köln
Köln () – Im Tarifstreit mit der Vereinigung Cockpit hat Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter klargestellt, dass er keinen Spielraum für die geforderte Verbesserung bei der betrieblichen Altersvorsorge sieht, zugleich aber einen Kompromiss-Vorschlag eingebracht.
„Wir haben nicht ansatzweise das Geld für eine weitere Verbesserung der ohnehin schon sehr guten betrieblichen Altersvorsorge“, sagte Ritter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Für Anpassungen, die eine Belastung für die Lufthansa bedeuten würden, sei überhaupt kein Spielraum vorhanden. „Das wäre nicht zu verantworten.“
Allerdings würden sich die Crews ohnehin stärker dafür interessieren, wie die Schrumpfung der Kurzstreckenflotte gestoppt werden und wie man Perspektiven schaffen könne. Hier könne sich die Lufthansa „durchaus konkrete Zusagen“ vorstellen, sagte der Chef der deutschen Kernmarke. Voraussetzung dafür: Die Gewerkschaft müsse die tariflichen Themen zur Alters- und Übergangsversorgung vom Tisch nehmen.
An der Situation ändere auch nichts, dass die Lufthansa-Kernmarke derzeit auf einem guten Weg sei, um in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben. „Ob schwarze oder rote Zahlen: Wir sind noch deutlich davon entfernt, die Profitabilität zu erreichen, die notwendig ist, um alle Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen“, sagte Ritter. Mehrere Milliarden Euro seien nötig, um die Flotte zu erneuern, einen dreistelligen Millionenbetrag investiere die Airline zudem in die Renovierung der Lounges in Frankfurt und München sowie in die Digitalisierung.
„Für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze brauchen wir deshalb eine Marge von acht bis zehn Prozent. Eine schwarze Null ist nur ein erster Schritt, reicht aber noch nicht aus“, führte Ritter aus. Schon jetzt habe die Lufthansa eines der besten Versorgungssysteme der Branche und zähle weltweit zu den attraktivsten Arbeitgebern.
Nach wie vor würden die hohen Standortkosten in Deutschland aber belasten, man müsse produktiver und effizienter werden. Mit dem eingeleiteten Turnaround-Programm zeigte sich Ritter zufrieden: „Der operativ beste Sommer des letzten Jahrzehnts liegt hinter uns – mit einer Regelmäßigkeit von über 99 Prozent und einer zweistellig verbesserten Pünktlichkeit. Die Kundenzufriedenheit hat sich erheblich verbessert, auch die Mitarbeiterzufriedenheit ist stark gestiegen. Die Lufthansa ist wieder auf Kurs.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lufthansa-Flugzeuge (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jens Ritter
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Lufthansa, Vereinigung Cockpit, Funke-Mediengruppe
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Köln, Frankfurt, München
Worum geht es in einem Satz?
Lufthansa-Chef Jens Ritter sieht keinen Spielraum für die geforderte Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge, bietet jedoch einen Kompromiss an, während die Airline sich auf Effizienzsteigerungen und künftige Perspektiven für die Crews konzentriert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Tarifstreit mit der Vereinigung Cockpit
- Forderung nach Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge
- Finanzielle Einschränkungen der Lufthansa
- Notwendigkeit der Sanierung und Investitionen in die Flotte
- Hohe Standortkosten in Deutschland
- Ziel einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung
- Wettbewerbssituation und Effizienzsteigerung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Jens Ritter sieht keinen Spielraum für Verbesserungen bei der betrieblichen Altersvorsorge
- Kompromiss-Vorschlag von Ritter
- Crews interessieren sich für Flottenpolitik und Perspektiven
- Gewerkschaft muss tarifliche Themen zur Alters- und Übergangsversorgung abräumen
- Lufthansa strebt eine Marge von 8-10% für nachhaltige Entwicklung an
- Hohe Standortkosten in Deutschland belasten die Airline
- Turnaround-Programm zeigt positive Ergebnisse in Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit
- Mitarbeiterzufriedenheit hat sich ebenfalls stark verbessert
- Lufthansa auf Kurs zur Profitabilität
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kein Spielraum für Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge
- Keine Verantwortbarkeit für zusätzliche Belastungen
- Crews interessieren sich für Flottenanpassungen und Perspektiven
- Voraussetzungen für Zusagen: Tarifliche Themen müssen gelöst werden
- Notwendigkeit für Marge von acht bis zehn Prozent für nachhaltige Unternehmensentwicklung
- Hohe Standortkosten belasten weiterhin
- Notwendigkeit zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung
- Verbesserte Kundenzufriedenheit
- Steigende Mitarbeiterzufriedenheit
- Operativ bester Sommer des letzten Jahrzehnts
- Hohe Regelmäßigkeit und verbesserte Pünktlichkeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter zitiert. Er betont, dass kein Spielraum für eine Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge vorhanden sei, bringt jedoch einen Kompromiss-Vorschlag ein.
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