Mehrere Bundesländer fordern bis zu 50 Prozent Zoll auf Stahl

Wirtschaftspolitik: Stahlproduktion und Handelszölle in Deutschland

Düsseldorf () – Vor dem „Stahlgipfel“ im Kanzleramt fordern die Bundesländer , NRW, Sachsen, das und Bremen drastische Strafzölle auf Stahl.

Als „Übergangslösung auf dem Weg zu einem fairen und regelbasierten Welthandel nach WTO-Standards“ solle in der EU ein Zollkontingentsystem geprüft, und für Importe außerhalb dieser Quoten „ein wirksamer Strafzoll“ implementiert werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Die Ministerpräsidenten der fünf Länder fordern demnach „mindestens 50 Prozent, analog zum US-Niveau“. Ein solches Instrument soll außerdem „möglichst auf alle Erzeugnisse der Stahlwertschöpfungskette abzielen, also auch Vor- und weiterverarbeitete Produkte umfassen“.

Gleichzeitig müssten weiterverarbeitende Betriebe im Binnenmarkt „ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit behalten und nicht unangemessen belastet werden“. Deswegen komme es jetzt darauf an, den Vorschlag der EU-Kommission für ein neues Handelsinstrument im Stahlbereich gemeinsam mit Parlament und Rat zügig zu verabschieden, um Planungssicherheit für alle Marktteilnehmer zu schaffen. Importe von Stahl- und Stahlprodukten aus wollen die fünf Länder ganz verbieten.

Zudem müsse der CO2-Grenzausgleich bis spätestens Januar 2026 vollständig funktionieren, sonst seien kostenlose Emissionszertifikate beizubehalten.

Für die Transformation der Stahlindustrie sei außerdem eine verlässliche Wasserstoffversorgung und die Absicherung von Stromlieferverträgen notwendig. „Ohne ausreichend Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen ist eine Dekarbonisierung der Rohstahlerzeugung nicht möglich“, schreiben die fünf Länder, und weiter: „Es muss daher eine fristgerechte Fertigstellung des Wasserstoff-Kernnetzes sichergestellt werden.“

„Der Emissionshandel darf kein Deindustrialisierungsprogramm werden“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik (CDU) am Mittwoch bei Veröffentlichung des gemeinsamen Positionspapiers. Klimaschutz gelinge nur, wenn in moderne Technologien investieren könnten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind: Hendrik Wüst.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Niedersachsen, NRW, Sachsen, Saarland, Bremen, EU, WTO, EU-Kommission, Parlament, Rat, Russland, NRW (Hendrik Wüst, CDU)

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Düsseldorf, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (NRW), Sachsen, Saarland, Bremen.

Worum geht es in einem Satz?

Vor dem Stahlgipfel im Kanzleramt fordern fünf Bundesländer drastische Strafzölle auf Stahl, um einen fairen Welthandel zu sichern, und betonen die Notwendigkeit eines Zollkontingentsystems sowie ausreichender Wasserstoffversorgung für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderungen nach drastischen Strafzöllen auf Stahl
  • Gemeinsame Erklärung von Niedersachsen, NRW, Sachsen, Saarland und Bremen
  • Ziel eines fairen und regelbasierten Welthandels nach WTO-Standards
  • Prüfung eines Zollkontingentsystems in der EU
  • Bedarf an wirksamen Strafzöllen für Importe außerhalb dieser Quoten
  • Anforderung von mindestens 50 Prozent Strafzoll, analog zum US-Niveau
  • Fokus auf alle Erzeugnisse der Stahlwertschöpfungskette
  • Notwendigkeit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit weiterverarbeitender Betriebe
  • Forderung eines Verbots von Stahlimporten aus Russland
  • Dringlichkeit der Fertigstellung eines CO2-Grenzausgleichs bis Januar 2026
  • Notwendigkeit einer verlässlichen Wasserstoffversorgung für die Stahlindustrie
  • Sicherstellung von Stromlieferverträgen für die Transformation
  • Aussage, dass der Emissionshandel kein Deindustrialisierungsprogramm sein darf

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesländer Niedersachsen, NRW, Sachsen, Saarland und Bremen fordern drastische Strafzölle auf Stahl.
  • Zollkontingentsystem soll in der EU geprüft werden.
  • Forderung nach mindestens 50 Prozent Strafzoll, analog zum US-Niveau.
  • Instrument soll alle Stahlwertschöpfungsketten abdecken.
  • Wettbewerbsfähigkeit weiterverarbeitender Betriebe im Binnenmarkt sichern.
  • Schnelle Verabschiedung des Vorschlags der EU-Kommission gefordert.
  • Importverbot für Stahl und Stahlprodukte aus Russland angestrebt.
  • CO2-Grenzausgleich bis Januar 2026 soll vollständig funktionieren.
  • Verlässliche Wasserstoffversorgung und Stromlieferverträge notwendig.
  • NRW-Ministerpräsident betont, Emissionshandel darf nicht zur Deindustrialisierung führen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Drastische Strafzölle auf Stahl gefordert
  • Prüfung eines Zollkontingentsystems in der EU
  • Einführung eines wirksamen Strafzolls für Importe außerhalb der Quoten
  • Zielvorgabe von mindestens 50 Prozent Strafzöllen
  • Umfassende Anwendung auf gesamte Stahlwertschöpfungskette
  • Wettbewerbsgleichheit für weiterverarbeitende Betriebe im Binnenmarkt
  • Notwendigkeit der zügigen Verabschiedung eines neuen Handelsinstruments
  • Vollständiges Verbot von Importen aus Russland
  • Vollständiger CO2-Grenzausgleich bis Januar 2026 notwendig
  • Erhalt kostenloser Emissionszertifikate bei Verzögerungen
  • Verlässliche Wasserstoffversorgung erforderlich
  • Notwendigkeit der Sicherstellung des Wasserstoff-Kernnetzes
  • Emissionshandel als kein Deindustrialisierungsprogramm
  • Investitionen in moderne Technologien erforderlich für Klimaschutz

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zitiert, der betont: "Der Emissionshandel darf kein Deindustrialisierungsprogramm werden."

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