Laschet kritisiert Außenpolitik der Ampel-Koalition

() – Der frühere NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) übt scharfe Kritik an der Außen- und Sicherheitspolitik der Ampel. “Obwohl Olaf Scholz die Unterstützung auch aus der Union gehabt hätte, wurde das Sondervermögen verwässert: Von der Erreichung des Zwei-Prozent-Ziels sind wir weit entfernt”, sagte Laschet, der an diesem Freitag die Leitung der ersten Westfälischen Friedenskonferenz in Münster übernimmt, der “Rheinischen Post” (Dienstagausgabe).

Auch wenn er Scholz‘ zurückhaltende Art in diesem Konflikt grundsätzlich schätze, müsse der zu seinem Wort stehen – insbesondere auch in den Haushaltsverhandlungen. Laschet verlangte zugleich eine intensivere Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern: “Der europäische Pfeiler der muss gestärkt werden. Ich würde mir wünschen, dass man hier die Kooperation mit Frankreich mehr in den Fokus nimmt.” Das sei eines der Defizite dieser Bundesregierung. “Das deutsch-französische Verhältnis ist in keinem guten Zustand. Es ist ein schlechtes Signal, dass neue Panzer-Projekte jetzt ohne Frankreich entwickelt werden sollen. Dabei hatten wir uns im Aachener Vertrag darauf verständigt, bei Rüstungsprogrammen so viel wie möglich gemeinsam zu machen, um Synergieeffekte zu erzielen und politisch als Europäer auch eine europäische Souveränität zu haben.” Laschet erklärte, als Bundeskanzler hätte er eine nach zusammen mit Präsident Macron und nicht alleine absolviert. “Das wäre ein starkes Signal gewesen. Aber all diese Signale werden im Moment nicht gesetzt. Wir brauchen unbedingt mehr europäische Einigkeit, die derzeit wohl nur mühsam zu erzielen ist.” Zudem übte er scharfe Kritik daran, dass der Nahe und der Mittlere Osten nicht im Fokus der deutschen Außenpolitik seien.

“Jedenfalls nicht genügend – oder mit einem falschen Zungenschlag: Vizekanzler Habeck kommt allenfalls vorbei, wenn er Gas-Löcher stopfen muss. Ansonsten fallen wir dort vor allem als belehrend auf. Wir bräuchten stattdessen eine ehrliche, faire Partnerschaft, besonders mit den Ländern, die so große Schritte gehen.”

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Armin Laschet (Archiv)

Laschet kritisiert Außenpolitik der Ampel-Koalition

Zusammenfassung

– Armin Laschet kritisiert Außen- und Sicherheitspolitik der Ampel
– Erreichung des Zwei-Prozent-Ziels in weiter Ferne
– Forderung nach intensiverer Zusammenarbeit mit europäischen Partnern
– Europäischer Pfeiler der NATO soll gestärkt werden
– Bessere Kooperation mit Frankreich gefordert
– Deutsch-französische Beziehung in schlechtem Zustand
– Kritik an fehlendem Fokus auf Nahen und Mittleren Osten in deutscher Außenpolitik
– Verlangen nach ehrlicher und fairer Partnerschaft

Fazit

Der frühere NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet kritisiert die Außen- und Sicherheitspolitik der Ampelkoalition. Er bemängelt die Verfehlung des Zwei-Prozent-Ziels und das verwässerte Sondervermögen. Laschet fordert eine engere Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, insbesondere mit Frankreich, und eine gemeinsame Reise nach China. Zudem kritisiert er, dass Naher und Mittlerer Osten nicht genügend im Fokus der deutschen Außenpolitik stehen und plädiert stattdessen für eine ehrliche, faire Partnerschaft.

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