Gewerkschaft fürchtet weiteren Personalmangel bei Bundespolizei

() – Die Bundespolizeigewerkschaft hat angesichts des Personalmangels den Haushaltsentwurf der Ampel- kritisiert. Die Personalnot sei eine Gefahr “für die der in Deutschland lebenden ”, schreibt die Gewerkschaft in einem internen , über das die “Welt” (Mittwochausgabe) berichtet.

Das personelle Defizit der Bundespolizei gehe mittlerweile an die Substanz der inneren Sicherheit. Wegen der “besonders hohen Einsatzbelastung” schlügen derzeit rund 1,8 Millionen Überstunden in der Bundespolizei zu Buche, heißt es in dem Papier. Aufgrund der sicherheitspolitischen Gesamtlage sei mit personeller Entlastung “auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen”. Bereits jetzt hätten die Planungen für zahlreiche Großeinsätze im Jahr 2024 begonnen, etwa für “die Fußballeuropameisterschaft, die Olympischen Spiele und ein anstehender Nukleartransport im Herbst 2024”.

Von den 2022 beantragten 10.000 zusätzlichen Planstellen für die Bundespolizei seien 2022 und 2023 “je 1.000 zusätzliche Planstellen durch den Haushaltsgesetzgeber genehmigt” worden, heißt es weiter. Die Umsetzung weiterer 1.000 zusätzlicher Planstellen für das Jahr 2024 stehe noch aus und sei “leider nicht im vorgelegten Haushaltsentwurf enthalten”. Sollten diese 1.000 zusätzlichen Planstellen 2024 nicht kommen, werde die Bundespolizei die jungen Kollegen, “die im Jahr 2024 ihre Ausbildung erfolgreich beenden werden, nicht in den Polizeivollzugsdienst der Bundespolizei übernehmen können”. Damit die Bundespolizei ihrer gesetzlichen Aufgabe gerecht werden könne, müssten die Personaldefizite “unbedingt ausgeglichen werden”.

Konkret fordern die Gewerkschafter die “Schaffung weiterer 8.200 Planstellen”. Ansonsten “besteht die Gefahr, dass die Bundespolizei, als größte Sicherheitsbehörde Deutschlands nicht mehr für die Sicherheit der in Deutschland lebenden Menschen garantieren kann”, so die Bundespolizeigewerkschaft.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundespolizei (Archiv)

Gewerkschaft fürchtet weiteren Personalmangel bei Bundespolizei

Zusammenfassung

– Bundespolizeigewerkschaft kritisiert Haushaltsentwurf der Ampel-Koalition wegen Personalmangel
– Personalnot gefährdet Sicherheit der in Deutschland lebenden Menschen
– 1,8 Millionen Überstunden in der Bundespolizei aufgrund hoher Einsatzbelastung
– Personelle Entlastung auch im Jahr 2024 nicht zu erwarten
– 2022 und 2023 je 1.000 zusätzliche Planstellen genehmigt, 1.000 weitere für 2024 noch ausstehend und nicht im Haushaltsentwurf enthalten
– Gewerkschaft fordert 8.200 zusätzliche Planstellen für Bundespolizei

Fazit

Die Bundespolizeigewerkschaft kritisiert den Haushaltsentwurf der Ampel-Koalition aufgrund des Personalmangels. Die Personalnot werde als Gefahr für die Sicherheit der in Deutschland lebenden Menschen gesehen. Aktuell belaufen sich rund 1,8 Millionen Überstunden bei der Bundespolizei, und eine personelle Entlastung sei bis 2024 nicht zu erwarten. Die Gewerkschaft fordert 8.200 zusätzliche Stellen, um den Personalmangel auszugleichen.

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