Kommunen werben für pragmatischen Umgang mit AfD auf lokaler Ebene

() – In der Debatte um eine Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene spricht sich der Städte- und Gemeindebund für einen pragmatischen Umgang mit der aus. Grundsätzlich sei es richtig, mit der AfD nicht zusammenzuarbeiten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Sollte es aber so sein, dass ein AfD-Mitglied Bürgermeister oder Landrat werde, sei dies eine demokratische Entscheidung der Wähler. “Wenn aus dieser Funktion zum Beispiel eine Schulsanierung oder ein Kindergartenbau vorgeschlagen wird, wird das höchstwahrscheinlich von der Mehrheit der kommunalen Entscheidungsträger befürwortet.” Das sei keine Kooperation, sondern “reale Sachpolitik” im Sinne der Bürger, so Landsberg. Auch der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, sprach sich für einen pragmatischen Umgang mit der AfD auf lokaler Ebene aus: Es sollte keine “gesuchte Zusammenarbeit” geben, sagte Sager den Funke-Zeitungen.

“Aber nur weil die AfD für den Krankenhausneubau und die Kreisstraße stimmt, können die anderen ja nicht dagegen stimmen.” Wo genau die Grenzen verliefen, müssten am Ende die für sich klären. “Die haben Sorgen genug, sie erwarten insbesondere von der kommunalen Ebene Lösungen”, mahnte Sager. Für “parteipolitische Spielchen” sei hier wenig Raum.

In allen Landkreisen gebe es zudem breite demokratische Mehrheiten, die auch genutzt würden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rathaus (Archiv)

Kommunen werben für pragmatischen Umgang mit AfD auf lokaler Ebene

Zusammenfassung

  • Städte- und Gemeindebund befürwortet pragmatischen Umgang mit AfD auf kommunaler Ebene.
  • Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sieht keine Zusammenarbeit, sondern “reale Sachpolitik” bei AfD-Vorschlägen.
  • Deutscher Landkreistag Präsident Reinhard Sager spricht sich ebenfalls für pragmatischen Umgang aus und betont Kommunalpolitik als lösungsorientiert.

Fazit

Der Städte- und Gemeindebund und der Präsident des Deutschen Landkreistages haben sich für einen pragmatischen Umgang mit der AfD auf kommunaler Ebene ausgesprochen. Grundsätzlich sei es richtig, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Sollte jedoch ein AfD-Mitglied Bürgermeister oder Landrat werden, müssten Entscheidungen im Sinne der Bürger realitätsnah umgesetzt und parteipolitische Spielchen vermieden werden.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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