Unternehmensvertreter wollen Änderungen an neuem KI-Gesetz

Brüssel () – Zahlreiche prominente Vertreter der europäischen Wirtschaft fordern Änderungen am geplanten AI Act der Europäischen Union (EU). “Als engagierte Akteure des europäischen Wirtschaftssektors möchten wir unsere ernsten Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen EU- zur Künstlichen Intelligenz (KI) zum Ausdruck bringen”, schreiben sie in einem Brief, über den das “Handelsblatt” (Freitagausgabe) berichtet.

Unter den etwa 150 Unterzeichnern sind Chefs und Aufseher von Dax-Konzernen, Unternehmer und aus verschiedenen Branchen. Dazu zählen Telekom-Chef Timotheus Höttges, Eon-Chef Leonhard Birnbaum, Covestro-CEO Markus Steilemann, Bertelsmann-Gesellschafterin Brigitte Mohn und Celonis-Chef Bastian Nominacher. “Unserer Einschätzung nach würde der Gesetzesentwurf die Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität Europas gefährden, ohne dass den Herausforderungen wirksam begegnet wird, die sich uns jetzt und in stellen”, schreiben sie. Vor allem Entwickler von generativer KI, wären “mit unverhältnismäßigen Compliance-Kosten und unverhältnismäßigen Haftungsrisiken konfrontiert”.

Darunter fallen Systeme, die etwa Bilder und Texte produzieren können. Konkret fordern die Wirtschaftsvertreter einen “transatlantischen Rahmen”, der faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Akteuren in und den USA sichern soll. Und sie drängen darauf, Regeln flexibler zu gestalten und sie mithilfe eines Expertengremiums “laufend an das rasante Tempo der Entwicklung dieser und die aufkommenden konkreten Risiken anzupassen”. Das Gesetz befindet sich bereits in der finalen Abstimmungsphase.

Bis Herbst wollen sich EU-Kommission, Parlament und Rat final einigen. Mit dem Appell versuchen die Wirtschaftsvertreter, darauf noch Einfluss zu nehmen.

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Unternehmensvertreter wollen Änderungen an neuem KI-Gesetz

Zusammenfassung

– Prominente Vertreter der europäischen Wirtschaft fordern Änderungen am geplanten AI Act der EU.
– In einem Brief zum Ausdruck gebracht wurden ernste Bedenken bezüglich des vorgeschlagenen Gesetzes.
– Der Brief wurde von Unterzeichnern wie CEOs von Dax-Konzernen, Unternehmern und Gründern aus verschiedenen Branchen unterzeichnet.
– Es wird befürchtet, dass der Gesetzesentwurf die Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität Europas gefährdet.
– Besonders schwer getroffen würden Entwickler von generativer KI, sie würden mit übermäßigen Compliance-Kosten und Haftungsrisiken konfrontiert sein.
– Die Vertreter fordern einen “transatlantischen Rahmen” für faire Wettbewerbsbedingungen und flexiblere Regeln.
– Ein Expertengremium soll die Regeln regelmäßig an das Tempo der Technologieentwicklung und aufkommende Risiken anpassen.
– Das Gesetz befindet sich bereits in der finalen Abstimmungsphase.
– Wirtschaftsvertreter versuchen, auf den Gesetzesprozess noch Einfluss zu nehmen.

Fazit

Rund 150 prominente Vertreter der europäischen Wirtschaft, darunter CEOs von DAX-Konzernen und Unternehmensgründer, haben in einem Brief ihre Bedenken zum geplanten AI Act der EU geäußert. Sie befürchten, dass der Gesetzesentwurf die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität Europas gefährden würde, vor allem für Entwickler von generativer KI aufgrund von hohen Compliance-Kosten und Haftungsrisiken. Sie fordern einen “transatlantischen Rahmen” und flexiblere Regeln, die sich an das rasche Tempo der Technologieentwicklung anpassen. Der AI Act befindet sich derzeit in der finalen Abstimmungsphase.

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