Städte fürchten Scheitern des Ganztagsausbaus in NRW

Düsseldorf () – Der Städtetag NRW wirft der schwarz- Landesregierung schwere Versäumnisse beim Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschüler vor. “Ein bedarfsdeckendes Angebot zum Schuljahr 2026/2027 wird es Stand jetzt nicht geben”, sagte Thomas Kufen (CDU), Vorsitzender des Städtetags NRW, der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (Mittwochsausgabe).


“Dafür wurden die Städte zu lange hingehalten, obwohl seit eineinhalb Jahren feststeht, dass der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Jahr 2026 kommen soll.” Nach Einschätzung des Essener Oberbürgermeisters Kufen sollte NRW an dieser Stelle viel mehr Engagement zeigen. “Wir müssten als Städte eigentlich längst angefangen haben, auszubauen, zu sanieren und Platz für die zusätzlichen Ganztagsangebote zu schaffen”, sagte er. Je länger die Städte auf Entscheidungen des Landes warten müssten, desto mehr Schüler und würden zum Start des Rechtsanspruches wohl “in die Röhre gucken”.

Laut dem Kommunalverband sind in NRW weder ein Ganztags-Ausführungsgesetz noch eine Berücksichtigung des Ganztagsausbaus im Schulgesetz in Sicht. Ohne diese bleibe unklar, welche Vorstellung das Land von einer Ganztagsförderung habe. “Welche Anforderungen werden an die Schulräume gestellt? Welche an das künftige Personal? Wie greifen Unterricht und Ganztagsförderung ineinander? Wie werden zum Beispiel Sportvereine und Musikschulen in ein Ganztagsangebot integriert? All diese Fragen sind offen”, kritisierte Kufen. Bisher sei nur ein kleiner Teil des Geldes, das der Bund für den Ganztagsausbau zur Verfügung stelle, bei den Städten angekommen, weil NRW sich noch nicht auf die Details zur Förderung geeinigt habe.

“Möglichst schnell” benötigten die Städte an Rhein und Ruhr dieses , warnt Kufen. Sollte das Land die Kommunen beim Ganztagsausbau allein lassen, dann werde es am Ende einen Ausbau “nach Kassenlage” geben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Klassenraum in einer Schule

Städte fürchten Scheitern des Ganztagsausbaus in NRW

Zusammenfassung

  • Der Städtetag NRW kritisiert die Landesregierung für Versäumnisse beim Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschüler.
  • Ein bedarfsdeckendes Angebot bis zum Schuljahr 2026/2027 ist laut Vorsitzendem Thomas Kufen unwahrscheinlich.
  • Städte warten auf Entscheidungen des Landes bezüglich Ausbau, Sanierung und zusätzlicher Ganztagsangebote.
  • In NRW fehlt bisher ein Ganztags-Ausführungsgesetz und eine Berücksichtigung des Ganztagsausbaus im Schulgesetz.
  • Kufen kritisiert fehlende Klarheit zu Schulräumen, Personal, Unterricht und Integration von Sportvereinen und Musikschulen.
  • Nur ein kleiner Teil des vom Bund bereitgestellten Geldes ist bisher bei den Städten angekommen.
  • Kufen warnt vor einem Ausbau “nach Kassenlage”, falls das Land die Kommunen beim Ganztagsausbau allein lässt.

Fazit

Der Städtetag NRW kritisiert die schwarz-grüne Landesregierung für mangelnde Fortschritte beim Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschüler. Aktuell sei kein bedarfsdeckendes Angebot für das Schuljahr 2026/2027 absehbar. Laut dem Kommunalverband fehlen ein Ganztags-Ausführungsgesetz sowie eine Berücksichtigung des Ganztagsausbaus im Schulgesetz. Der Vorsitzende des Städtetags NRW, Thomas Kufen, fordert einen größeren Einsatz von und warnt, ohne finanzielle Unterstützung werde es einen Ausbau “nach Kassenlage” geben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH