Technik

Mit dem „WahlSwiper“ die passende Partei finden

Mit dem „WahlSwiper“ die passende Partei finden

Alle, die noch nicht so genau wissen, welcher Partei sie bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 ihre Stimme geben wollen, können die Wahlprogramme der einzelnen Parteien lesen, einen Wahl-O-Mat nutzen oder mit dem sogenannten „WahlSwiper“ nach dem Tinder-Prinzip die passende Partei finden. Anders als der Wahl-O-Mat funktioniert der „WahlSwiper“ als App auf dem Smartphone und das soll besonders die jungen Wähler ansprechen und ihnen die Wahl ein wenig erleichtern.

Wie funktioniert der „WahlSwiper“?

Der „WahlSwiper“ ist für Android und iOS nutzbar, er ist kostenlos und verschafft denen, die sich noch nicht sicher sind, einen groben Überblick über die Positionen der Parteien in ganz unterschiedlichen Fragen. Die App ist aber mehr als nur eine Spielerei, auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht so aussieht. Entwickelt wurde die App für junge Leute und sie orientiert sich am digitalen Dating-Messias „Tinder“. Mit einem jeweiligen Wisch nach rechts oder nach links werden einfache Fragen mit Ja oder mit Nein beantwortet und das soll die Wahl der richtigen Partei leichter machen. Am Ende der Fragerunde erfährt der User dann, welche Partei wohl am ehesten zum ihm passt.

Cool und trendy

Es ist nicht leicht, die junge Generation an die Wahlurnen zu bekommen, viele junge Leute haben schlicht kein Interesse an der Politik. Die Parteien müssen sich also etwas einfallen lassen, um sich die Wählerstimmen der jungen Leute zu sichern, und das soll unter anderem mit dem „WahlSwiper“ passieren. Das Vorbild, den Wahl-O-Mat, gibt es bereits seit mehr als 15 Jahren. Entwickelt wurde diese Entscheidungshilfe von der Bundeszentrale für politische Bildung und er wird auch vor der Bundestagswahl wieder vielfach zum Einsatz kommen. Um den etwas angestaubten Wahl-O-Mat ein wenig cooler zu gestalten, wurde der „WahlSwiper“ von freiwilligen Helfern der LMU München entwickelt, um die passenden Fragen kümmerten sich allerdings Politikwissenschaftler.

Die Wahl bei Facebook, Twitter und Co.

Experten sind der Meinung, dass die diesjährige Wahl nicht nur mit Wahlplakaten und Wahlauftritten der Politiker, sondern auch in den sozialen Netzwerken entschieden wird. Kein Politiker kann es sich heute noch leisten, nicht bei Twitter, Facebook oder Instagram präsent zu sein. Wer die Jugend ansprechen will, der muss mit der Zeit gehen und sich bei Twitter zu Wort melden, schicke Fotos bei Instagram einstellen und möglichst viele Follower bei Facebook haben.

Bild: © Depositphotos.com / Violin

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (Noch nicht bewertet)

Hat Ihnen die News oder der Beitrag gefallen? Hier geht es zu weiteren interessanten Themen …

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de