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Fitness-Armbänder – mehr als nur Statussymbole?

Fitness-Armbänder – mehr als nur Statussymbole?

Mit dem Hype um die Fitness und einem vermeintlich gesunden Leben lässt sich nach wie vor sehr viel Geld verdienen. Besonders gut läuft das Geschäft mit Fitness-Armbändern, den dazu passenden Apps und vielen anderen Gadgets, die den Nutzer bei seinen sportlichen Aktivitäten unterstützen sollen. Aber nicht selten bleiben die Produkte weit hinter den Erwartungen der Kunden zurück und nicht selten entpuppt sich ein Fitness-Armband als eine große Enttäuschung.

Ein echter Verkaufsrenner

Fitness-Armbänder waren im letzten Weihnachtsgeschäft echte Verkaufsrenner. Das ist nicht überraschend, denn schließlich ist der Jahreswechsel die Zeit der guten Vorsätze. Mit einem digitalen Helfer am Handgelenk fällt es leichter, sich an diese guten Vorsätze zu erinnern und man ist nicht mehr mit seinem schlechten Gewissen alleine, um einmal gesteckte Ziele zu erreichen. Das Fitness-Armband wird sozusagen zu einem Alter Ego und soll dafür sorgen, dass endlich die Laufschuhe angezogen werden und der innere Schweinehund besiegt wird. Aber oft werden die Erwartungen enttäuscht, was aber nicht alleine an den Fitness-Armbändern, sondern auch an den elektronischen Fitness- und Sport-Assistenten liegt.

Daten alleine reichen nicht aus

Die Liste der Wearables, die es im Handel gibt, ist endlos lang. Da gibt es zum Beispiel LumoLift, das durch Vibration an einen immer aufrechten Gang erinnert oder der PIQ Clip, der beim Skifahren das Verhalten auf der Piste optimieren soll. Am Anfang mag das alles vielleicht noch Spaß machen, aber es dauert nicht lange, dann fühlen sich die Nutzer von dem Fitness-Armband überfordert und das Armband landet in irgendeiner Schublade, wo schon so viele andere unnütze Dinge im Laufe der Zeit gelandet sind. Daten alleine reichen eben nicht aus, um das Verhalten eines Menschen zu ändern, dafür braucht es schon ein bisschen mehr.

Wissenschaftlich fraglich

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Einsatz von Fitness-Armbändern mehr als fraglich. So können Fitness-Armbänder ein Verhaltensmuster, das schon länger besteht, nicht einfach so ändern. Wer also zu hohe Erwartungen an dieses Armband hat, der wird zwangsläufig enttäuscht sein. Auch die beste Diät nützt wenig, wenn derjenige, der abnehmen will, nicht in der Lage ist, zu erkennen, warum er abnehmen muss. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Fitness-Armband als digitalem Helfer am Handgelenk. Wer nicht einsieht, dass mehr Fitness und Sport gut für die Gesundheit ist, dem wird auch das Armband nicht weiterhelfen und das Armband wird lediglich zu einem teuren Statussymbol.

Bild: © Depositphotos.com / arastorguev

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de