Tierische Symbole im Aberglauben

Hand aufs Herz: Wer ist nicht manchmal etwas abergläubisch? Kaum jemand kann sich ganz davon freisprechen, denn viele gehen, wenn auch unbewusst, ungern unter Leitern her oder tragen ständig einen Talisman bei sich. Beides hat mit Aberglauben zu tun, einer Art Volksglauben, den es wahrscheinlich gibt, seit Menschen auf diesem Planeten unterwegs sind. Der Aberglauben kennt viele klassische Beispiele, besonders beliebt sind aber tierische Symbole. Was hat es eigentlich mit dem Glücksschwein auf sich und warum sollen ausgerechnet schwarze Katzen Boten des Unglücks sein?

Katzen – tierische Symbole der Hexen und Teufel

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„Schwarze von links, nichts Gutes bringt’s“, heißt es im Volksglauben, der in schwarzen Katzen ein böses Omen sieht. Dieser unheimliche Mythos reicht bis zurück ins Mittelalter und damit in die Zeit der Hexenverfolgung. Dabei waren Katzen damals gerne gesehene Gäste im Hause, denn sie waren und sind bis heute ausgezeichnete Mäusejäger. Katzen sind aber auch lautlos und was für die Kirche damals noch schlimmer war, sie waren respektlos und eigenwillig. Daher wurden sie gerne mit Hexerei und schwarzer Magie in Zusammenhang gebracht, dazu kam noch, dass Schwarz als dämonische Farbe galt. Wer eine schwarze Katze als hielt, musste aufpassen, nicht der Hexerei angeklagt zu werden. Aus biblischer Sicht ist Links die „Seite des Bösen“ und kommt die Samtpfote von Links, dann ist das Unglück vorprogrammiert.

Der Käfer – das Glückssymbol

Tierische Symbole bedeuten aber nicht nur Unglück, handelt es sich bei diesem um einen Käfer, dann ist dies ein Zeichen für Glück. Marienkäfer sind bekannte tierische Symbole, denen pures Glück nachgesagt wird. In früheren Zeiten war er den Bauern sogar heilig, sie betrachteten ihn als den „Segen Mutter Marias“, und zwar aus gutem Grund: Marienkäfer fressen Schädlinge wie Blattläuse und viele der roten Käfer mit den schwarzen Punkten bedeuteten eine gute Ernte. Im alten Ägypten gehörte der Skarabäus zu den Glückskäfern, denn der glänzende Käfer war ein bekanntes Symbol für Fruchtbarkeit. Der Skarabäus rollt seine Eier in den Schlamm des Nils ein und nachdem der Schlamm getrocknet ist, schlüpft der Nachwuchs aus den Eiern, es werden neue Skarabäen „geboren“.

Schwein gehabt

Zu Silvester oder zum neuen Jahr ein Schweinchen aus Schokolade oder aus Marzipan zu verschenken, ist ein beliebter Brauch. Dies kommt nicht von ungefähr, denn Schweine sind die tierischen Glücksboten schlechthin. Hier gibt es ebenfalls einen realen Hintergrund, denn wer früher viele Schweine im Stall hatte, galt als reich. Einmal im Jahr ein Schwein zu schlachten, bedeutete für ärmere Menschen, ein weiteres Jahr Wurst, Fleisch und Schinken und damit keinen Hunger zu haben. Nicht umsonst heißt es: „Schwein gehabt“, wenn eine gefährliche Situation noch einmal glimpflich verlaufen ist.

Fazit zu Tierischen Symbolen

Schwarze Katzen sind wahrscheinlich immer eine Gefahr, wenn sie vor ein laufen, ganz gleich, ob sie von links oder von rechts kommen. Der Aberglaube hält sich jedoch immer noch daran und schwarze Katzen bleiben die tierischen Unglücksboten. Vielleicht auch deshalb, weil der Mensch das Wesen der Katze nicht entschlüsseln kann, sie bleibt geheimnisvoll. Schweine hingegen bringen immer noch Glück und wer viele Marienkäfer im hat, kann sich freuen. Aberglaube ist kein Irrglaube, er stammt nur aus einer Zeit, als rationales Wissen noch keine so große Rolle spielte.

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Tierische Symbole im Aberglauben

Ulrike Dietz