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Neue Hotels 2018 – darf es ein bisschen Luxus mehr sein?

Neue Hotels 2018 – darf es ein bisschen Luxus mehr sein?

Auf der ganzen Welt gibt es rund 100.000 erstklassige Hotels und jedes Jahr kommen zwischen 2000 und 3000 neue Hotels dazu. Viele dieser Hotels sind in der Luxusklasse angesiedelt und bleiben damit einer bestimmten Gruppe von Gästen vorbehalten. Wer meint, dass neue Hotels der Luxusklasse nur in den pulsierenden Metropolen dieser Welt zu finden sind, der irrt sich. Die neuen Hotels 2018 stehen in Bhutan ebenso wie in Mexiko, in Polen, in China und auch im afrikanischen Botswana.

Das Zadún Ritz-Carlton Reserve in Mexiko

500 Hektar groß und 430 Millionen Dollar teuer – das ist das Zadún Ritz-Carlton Reserve in Los Cabos in Mexiko. Anfang des neuen Jahres feiert dieses Reservat für Reiche seine Eröffnung und die Gäste können wählen, ob sie sich dauerhaft niederlassen möchten oder nur Gast auf Zeit sein wollen. Wer sich für einen dauerhaften Aufenthalt entscheidet, der kommt in den Genuss aller lebensnotwendigen Serviceleistungen, die von der Putzfrau über den Butler bis zur Concierge reichen. 115 Villen umfasst das riesige Areal und es versteht sich von selbst, dass jede der Villen einen eigenen Pool hat. Aber das ist noch lange nicht alles, denn den Gästen stehen zwei 18-Loch-Golfplätze ebenso zur Verfügung wie eine eigene Marina für Yachten, die nicht länger sind als 120 Meter. Alle, die sich in der herrlichen Natur Mexikos erholen möchten, können das im Botanischen Garten, der zum fünf Sterne Hotel gehört.

Das Raffles Europejski Warsaw in Polen

Jede Stadt hat ihr Traditionshotel. Wien hat das „Sacher“, Berlin das „Adlon“, New York das „Waldorf Astoria“ und Warschau ab 2018 das „Raffles Europejski“. Das Hotel gibt es bereits seit 1857. Im klassisch-eleganten Stil der Neorenaissance erbaut, kann das Europejski auf eine sehr lange und illustre Gästeliste zurückblicken. Dann kam der Kommunismus und der Bedarf an Luxushotels verschwand, aber jetzt ist das Traditionshaus zurück, und zwar schöner denn je. Unter der Regie von Raffles ist es nach fünf Jahren Umbauzeit wieder das Wahrzeichen der polnischen Hauptstadt geworden. Das Raffles Europejski Warsaw ist mehr als nur ein erstklassiges Hotel, es hat auch den Anspruch, eine Kunstsammlung zu sein. 400 Meisterwerke polnischer Maler werden die Wände schmücken, wenn das Hotel 2018 seine Pforten öffnet.

Das TORTUE in Hamburg

TORTUE ist das französische Wort für Schildkröte und damit ein etwas seltsamer Name für ein Hotel. Die Namensschöpfung kommt aber nicht von ungefähr und lässt Spielraum für Interpretationen. Das Hotel steht auf dem Gelände der früheren Hamburger Baubehörde. Der Name Schildkröte ist als eine kleine Anspielung zu sehen, da Behörden bekanntlich nicht sonderlich schnell arbeiten. Tatsächlich ist die Schildkröte eine Botschaft an die Gäste, die das Hotel besuchen. Sie sollten Zeit und Muße mitbringen wie einst die Flaneure, die mit einer Schildkröte an der Leine auf dem Champs-Èlyseés spazieren gegangen sind. Das TORTUE hat zwei Restaurants, in denen die französische und die asiatische Küche serviert werden, sowie drei Bars für die Zeit „after work“. Insgesamt besteht das neue Hotel aus acht Gebäuden und vier Höfen, in den ab Mai 2018 die Gäste begrüßt werden.

Das Wilderness Safaris Mombo Camp in Botswana

Wer nach Botswana reist und ein „grünes Gewissen“ hat, der sollte im Wilderness Safaris Mombo Camp absteigen, einem neuen Hotel für alle mit Öko-Gewissen. Das Luxushotel liegt am Okavango Delta und steht ab Februar 2018 nach einer umfangreichen Renovierung den Gästen wieder zur Verfügung. Die Pavillons erreichen die Gäste auf sogenannten elefantenfreundlichen Wegen, die teilweise in fünf Meter Höhe durch das Buschwerk der Bäume führen. Auf diese Weise sind die neun Gästehäuser mit dem Haupthaus verbunden und die Elefanten bekommen so die Möglichkeit, ungehindert durch das Camp zu laufen. Alle Lodges sind mit viel Liebe zum Detail, mit viel Komfort und mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet, die verwöhnte Gäste von einem Luxushotel erwarten können. Von den neuen Hotels 2018 ist das Mombo Camp besonders authentisch und naturverbunden.

Das Amanyangyun Shanghai in China

Höher, schneller, weiter und vor allem besser als alle anderen – das chinesische Motto zeigt sich auch dann, wenn es um Hotels geht. Aber selbst für chinesische Ansprüche ist das Hotel, das am 8. Januar 2018 in Shanghai seine Pforten öffnet, ein gewaltiger Aufwand. So wurden in der fernen Provinz Jiangxi 10.000 Kampferbäume ausgegraben, um sie dann im Park des neuen Hotels wieder einzupflanzen. 50 Häuser, alle aus der Qing- und Ming-Dynastie, wurden ebenfalls vorsichtig Stück für Stück in der gleichen Provinz abgebaut. Die Häuser sollten vor dem neuen Staudamm geschützt werden, einige sind jetzt Teil der Hotelanlage. „Antique Villas“ heißen die teilweise 400 Jahre alten Häuser, in denen die Gäste uralte Reliefs und hochmoderne Technik erwarten. Fünf Restaurants und Bars sorgen für das leibliche Wohl der Gäste. Es gibt selbstverständlich ein Spa, einen Pool und einen Park von zehn Hektar Größe. In diesem Park gibt es zudem einen Kulturtempel, in dem die Gäste die chinesischen Künste erlernen können.

Das Six Senses in Bhutan

Mit dem Hotel Six Senses Bhutan hat sich die asiatische Luxushotelgruppe Six Sense einen großen Wunsch erfüllt – endlich ein nachhaltiges Hotel zu eröffnen. Im kommenden Jahr wird der Wunsch wahr, dann bietet das Six Senses Bhutan seinen Gästen 82 Suiten und Villen an fünf unterschiedlichen Orten in Bhutan, die unter Six Sense Bhutan vereint sind. Einfach ist es nicht gewesen, dieses fantastische Hotel zu bauen, letztendlich haben sich aber die guten Beziehungen des Präsidenten der Hotelgruppe zum Königshaus ausgezahlt. Voraussetzung war aber, dass sich die Häuser der landestypischen Architektur anpassen. Die ganz aus Natursteinen und Holz gebauten Villen harmonieren perfekt mit den Reisfeldern, die das Landschaftsbild von Bhutan prägen. Die Ausstattung ist minimalistisch, aber es gibt einen Infinity Pool und jedes Resort hat ein eigenes Spa.

Fazit

Neue Hotels 2018 sind auch eine Verbeugung vor der immer größer werdenden Globalisierung. Die Welt kennt keine unentdeckten Flecken mehr, jedes Land wurde erforscht und wenn möglich, auch für den Tourismus vorbereitet. Das trifft selbst Länder wie Bhutan, die früher abgeschottet gelebt haben und die heute Gäste aus aller Welt zu sich einladen. Die neuen Hotels, die 2018 ihre Pforten öffnen, sind eine Einladung, diese Welt mit all ihren Facetten besser kennenzulernen.

Bild: @ depositphotos.com / kalinovsky

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de