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Welche Hunderasse eignet sich besonders für Anfänger?

Welche Hunderasse eignet sich besonders für Anfänger?

Viele Kinder wünschen sich zu Weihnachten einen Hund. Wenn die Eltern mit dem Wunsch der Kinder einverstanden sind und vielleicht schon länger geplant haben, einen Familienhund anzuschaffen, dann stellt sich nur die Frage: Welche Hunderasse ist die richtige? Die Hunderasse sollte zur Wohn- und Lebenssituation der Familie passen. Vor allem, wenn zum ersten Mal ein Hund in die Familie kommt, dann ist es sehr wichtig, die richtige Rasse zu wählen.

Ist ein erwachsener Hund die richtige Wahl?

Welpe oder erwachsener Hund? Diese Frage stellt sich jeder, der einen Hund anschaffen möchte. Sicher geht jedem beim Anblick eines süßen, kleinen Hundes das Herz auf, aber die Erziehung und die Pflege eines jungen Hundes erfordert viel Zeit, Kraft und Nerven. Der Welpe muss regelmäßig beschäftigt werden, damit er keine Dummheiten macht und bis er tatsächlich stubenrein ist, vergeht ein längerer Zeitraum. Diese Sorgen gibt es bei einem erwachsenen Hund natürlich nicht, denn er beherrscht die Grundkommandos und er ist stubenrein. Ein erwachsener Hund kann jedoch andere Probleme bereiten, wenn er zum Beispiel nicht artgerecht gehalten oder sogar geschlagen wurde. Wer ein bereits ausgewachsenes Tier kaufen möchte, der sollte sich über das Wesen des Hundes ebenso wie über seinen Gesundheitszustand informieren.

Ein eigenständiger Charakter

Jeder Hund ist ein Lebewesen, das Bedürfnisse, Vorlieben und einen eigenen Charakter hat. Wie gut sich ein Hund in die Familie einpasst, das liegt zum einen an seiner Erziehung, zum anderen auch an seinem Charakter und an der Hunderasse. Hundehalter, die aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sind, dem Hund Grenzen aufzuzeigen, die dürfen sich nicht wundern, wenn der Hund immer wieder versucht, seine Grenzen neu abzustecken und zu probieren, wie weit er eigentlich gehen kann. Wer einen Welpen kauft, sollte Geld in die Ausbildung an einer Hundeschule investieren, denn sonst kann es passieren, dass der Hund der Familie ganz nach Belieben auf der Nase herumtanzt. Aber welcher Hund kommt als Anfängerhund überhaupt infrage?

  • Der Mops – ein Charmeur auf vier Beinen

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber nicht erstrebenswert, sagte einmal der unvergessene Loriot. Loriot liebte diese Hunderasse ebenso wie der englische König Edward VIII., der in diese Hunderasse vernarrt war. Der Mops gilt als Charmeur unter den Hunden und er hat ein großes Talent, sein Herrchen schnell um den Finger zu wickeln. Der Mops ist sehr anhänglich, er kuschelt gerne und hat Sinn für Humor. Er sollte aber eine gute Erziehung genießen, denn sonst macht er schnell, was er will. Beim Kauf ist es sehr wichtig, dass es sich nicht um ein Tier aus einer sogenannten Qualzucht handelt. Diese Tiere sind an den stark hervorstehenden Augen oder einer zurückgebildeten Nase zu erkennen.

  • Der Bobtail – ein sehr aktiver Hund

Wer auf der Suche nach einem treuen und sehr freundlichen Hund ist, der sollte sich einen Bobtail zulegen. Diese schönen Hunde möchten ihr Herrchen am liebsten überallhin begleiten und sie zeigen in regelmäßigen Abständen, wie lieb sie ihr Herrchen oder Frauchen haben. Bobtails sind sehr gefühlsbetont, aber sie brauchen auch eine Menge Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung. Für Familien, deren Mitglieder den ganzen Tag nicht zu Hause sind, ist der Bobtail eher nicht der richtige Hund. Bobtails lassen sich einfach erziehen, da sie eine schnelle Auffassungsgabe haben und ihrem Besitzer gefallen möchten. Laufen, springen, toben und sich richtig auspowern – das mag der Bobtail. Für die Leine in der Großstadt ist er nicht geschaffen. Da diese Hunde einen ausgeprägten Beschützerinstinkt haben, sind sie hervorragende Wachhunde. Aggressiv ist der Bobtail allerdings nie, er versucht, durch lautes Bellen auf sich aufmerksam zu machen.

  • Golden Retriever – der Hund mit dem großen Herzen

Freundlich und fröhlich – so lässt sich der Golden Retriever am besten beschreiben. Die großen Hunde gehören zu den beliebtesten Familienhunden, allerdings ist er kein sonderlich guter Wachhund, da er wahrscheinlich jeden Einbrecher freundlich begrüßt. Golden Retriever zeichnen sich vor allem durch ihre Intelligenz und ihre große Lernbereitschaft aus. Zudem sind die Hunde mit dem goldenen Herzen sehr sportlich, sie toben sehr gerne im Freien und da sie gerne schwimmen, ist kein Teich oder Tümpel vor ihnen sicher. Seinem Herrchen möchte der Retriever unbedingt gefallen und das macht ihn zu einem perfekten Anfängerhund. Für Familien ist er der ideale Hund, denn Golden Retriever lieben Kinder und nehmen die Rolle als Bewacher sehr ernst.

  • Der Cavalier King Charles Spaniel – ein Hund mit liebevollem Wesen

Ein Hund für alle Lebenslagen ist der Cavalier King Charles Spaniel. Er ist zwar ein relativ kleinerHund, aber er lässt sich gerne verwöhnen, ist sehr anhänglich und ein optimaler Begleiter beim Jogging. Der Spaniel hat keine Probleme, sich unterzuordnen, er ist geduldig, lieb und sehr sanft. Diese Wesensart macht den Cavalier King Charles Spaniel zu einem guten Familienhund, der mit Kindern und sogar mit Katzen keine Probleme hat. Sport und Bewegung in frischer Luft mögen diese Hunde, sie haben Spaß daran, eine Frisbeescheibe zu fangen und ausgiebig zu laufen.

  • Der Bichon Frisé – ein stets fröhlicher Hund

Aus dem Französischen übersetzt heißt Bichon Frisé so viel wie gelockter Schoßhund, aber der kleine hübsche Hund ist weitaus mehr als nur ein Schoßhündchen. Der kleine Kerl lernt schnell, er ist seinem Herrchen gegenüber geduldig und er ist sehr wachsam. Er teilt der Familie mit, wenn es etwas nicht stimmt, ein Kläffer ist er aber nicht. Auch wenn der Bichon Frisé sich gerne verwöhnen und streicheln lässt, er braucht auch seinen Auslauf. Am liebsten sind ihm ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen. Da er sich dem Tempo seines Herrchens anpasst, ist der Bichon Frisé auch der ideale Hund für ältere und gehbehinderte Menschen. Für Anfänger ist er gut geeignet, da er kleine Fehler bei der Erziehung schnell verzeiht und nicht nachtragend ist.

Fazit

Familien, die sich einen Hund anschaffen möchten, sollten weniger auf aktuelle Trends noch auf das Aussehen des Hundes achten. Wichtig ist es, einen Hund zu finden, der sich dem Familienleben anpasst und zur Familie passt. Ein Hund mit starkem Jagdtrieb, wie zum Beispiel ein Border Collie oder ein Hund, der sehr sensibel ist, wie beispielsweise ein Windhund oder Dalmatiner, eignen sich weniger als Familien- und Anfängerhunde. Die fünf oben genannten Rassen sind hingegen perfekt.

Bild: @ depositphotos.com / lifeonwhite

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de