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Wie der #BND #WhatsApp knacken will

Wie der #BND #WhatsApp knacken will

Die wachsende Verbreitung sogenannter Krypto-Messenger macht dem Bundesnachrichtendienst immer mehr zu schaffen. Dem BND fällt es zunehmend schwer, die Kommunikationsinhalte einzusehen, und daher werden nun mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Messenger-Dienste wie WhatsApp endlich knacken zu können. Der BND will die über WhatsApp geführten Kommunikationen überwachen und im Bedarfsfall auch auf die Inhalte zugreifen können.

Schwer zu entschlüsseln

Mit „ANISKI“, Aufklärung nicht-standarisierter Kommunikation im Internet, will der Geheimdienst auf die Inhalte der Messenger-Dienste zugreifen, aber das ist nicht ganz so einfach. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden haben die Dienste wie zum Beispiel WhatsApp, eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt und das macht es den Geheimdiensten oder Sicherheitsbehörden nahezu unmöglich, an die Inhalte zu kommen. Die Pläne des BND gibt es bereits seit September dieses Jahres, neu ist allerdings, dass der Bundesnachrichtendienst 2017 mehr als 21 Millionen Euro ausgeben will, um die Verschlüsselungen zu knacken.

Nützliche Informationen

Nach Aussage des BND werden die Messenger-Dienste wie WhatsApp auch von sogenannten „nachrichtendienstlich relevanten Nutzern“ eingesetzt, das heißt, Terroristen können die Messenger-Dienste nutzen, um Anschläge zu planen. Da aber die Zahl der Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen immer mehr zunimmt, hat der BND keine Möglichkeit mehr, geplante Anschläge zu verhindern und die Täter dingfest zu machen. Von den 70 Diensten kann der BND weniger als zehn „inhaltlich erschließen“ und die versendeten Nachrichten einsehen. Daher ist neue Technik notwendig, aber auch andere Maßnahmen, wie sie zum Beispiel die NSA einsetzt, sollen dem BND bei der Bekämpfung des Terrorismus behilflich sein.

Der Schutz der Bürger

Noch sind die genauen Pläne des deutschen Geheimdienstes nicht bekannt, aber es gibt bereits viele Kritiker. So wird bemängelt, dass der Staat, der die Bürger schützen will, sie stattdessen überwacht und kontrolliert. Zudem würden diejenigen, die tatsächlich Anschläge planen, mehrfach die Messenger-Dienste wechseln, während die Bürger nach wie vor über eine sehr unsichere Plattform kommunizieren müssen, die vom BND überwacht wird.

Bild: © Depositphotos.com / ibphoto

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de