EZB erwartet Rückgang der Inflation

  • Europäische Zentralbank (EZB) erwartet raschen Rückgang der Inflation
  • EZB-Chefvolkswirt Philip Lane: derzeit wahrscheinlich “intensivste Phase” der Teuerung
  • Lebensmittelpreise immer noch sehr hoch, aber Trendwende erkennbar
  • Energiepreise gesunken, weniger Engpässe in Lieferketten
  • Verbesserung soll im Frühjahr und allmählich eintreten, im stark
  • EZB-Prognose: Inflation von 10% Ende 2022 auf 2,8% Ende 2023
  • Keine Anzeichen einer Lohn--Spirale, aber EZB beobachtet Lohnwachstum
  • Weitere Zinserhöhungen erforderlich, um Inflation auf 2% zu senken

Frankfurt am Main () – Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet einen raschen Rückgang der Inflation. Das sagte EZB-Chefvolkswirt Philip Lane der “Zeit”.

Man befinde sich derzeit wahrscheinlich in der “intensivsten Phase” der Teuerung. Die Lebensmittelpreise seien “immer noch sehr hoch” – aber wenn man sich die früheren Stufen der Produktion anschaue, die der Bauern und für Lebensmittelzutaten, stelle man fest, dass “eine Trendwende eingesetzt” habe. Auch die Energiepreise seien gesunken, und es gebe weniger Engpässe in den Lieferketten. Wenn man weiter in die Zukunft blicke, so Lane, “sieht man eine Verbesserung, die im Frühjahr und Sommer allmählich eintritt, im Herbst aber ziemlich stark”.

Nach den jüngsten Prognosen der EZB soll die Inflation von zehn Prozent Ende 2022 auf 2,8 Prozent Ende dieses Jahres zurückgehen. Anzeichen einer Lohn-Preis-Spirale, die die Inflation erhöhe, sieht der Ire nicht, aber man “müsse das im Auge behalten”. Die EZB rechne in ihrer Prognose mit einem Lohnwachstum von 5,3 Prozent in diesem und 4,4 Prozent im . “Wir beobachten die Lohnabschlüsse Woche für Woche sehr genau, und wenn wir sehen, dass sie darüber hinausgehen, dann würden wir anfangen, uns mehr Sorgen zu machen.”

Um sicherzustellen, dass die Inflation auf zwei Prozent sinke, seien nach dem von der EZB erwarteten Szenario weitere Zinserhöhungen erforderlich. Sollte der finanzielle Stress im Bankensystem stärker werden, müsse man jedoch sehen, was angemessen sei.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Einkaufswagen vor einem Supermarkt

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