Das Petermännchen – ein gefährlicher Fisch

Besonders verbringen auch in diesem wieder die Ferien an der Ostsee oder Nordsee. Viele Urlauber landen nach einem Bad im Meer aber in der Notausnahme eines Krankenhauses. Grund für die medizinische Notlage ist ein gefährlicher Fisch, der den harmlosen Namen Petermännchen trägt. Dieser Fisch ist giftig und wer ihm zu nahe kommt, wird gestochen.

Ein gefährlicher Fisch, der sich gern versteckt

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Im Schlamm und im Sand verborgen wartet das Petermännchen auf seine Opfer. Wer im knöcheltiefen Wasser der Ost- und Nordsee unterwegs ist, wird den Fisch nicht sehen. 30 bis 40 werden jedes Jahr von dem bunt schillernden Fisch gestochen, der auch den Beinamen „Kreuzotter des Meeres“ trägt. Zwischen 15 und 53 Zentimeter groß kann das Petermännchen werden. Er besitzt 71 sogenannte Weichstrahlen und zehn Stacheln, die ihn vor Angreifern effektiv schützen. Ein gefährlicher Fisch wird das Petermännchen durch die Stacheln an der ersten Rückenflosse. Giftig ist zudem ein kleiner Dorn auf dem Kiemendeckel.

Das Gift des Petermännchens

Sowohl der Stachel als auch der Dorn enthalten eine klare Flüssigkeit, die nach Ammoniak riecht. Diese Flüssigkeit enthält das Gift des Fisches. Darin ist 5-Hydroxytryptamin enthalten, ein Serotonin, was für sehr starke Schmerzen sorgt. Neben dem Gift enthält die Flüssigkeit noch Eiweiß, das bei einem Stich zu einer Ausschüttung von Histamin führt. Ein gefährlicher Fisch wird das Petermännchen aber erst, wenn sich der Stachel oder Dorn durch die menschliche Haut bohrt.

Welche Symptome können auftreten?

Hat das Petermännchen zugestochen, dann verteilt sich das Gift sehr schnell im ganzen Körper. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Mensch im Wasser gestochen wird, da er aufgrund der extremen Schmerzen Probleme bekommt, sich über Wasser zu halten. Das Gewebe rund um den Stich schwillt in Sekundenschnelle an, es zeigt sich eine starke Rötung, die sich schnell erhitzt. Direkt an der Einstichstelle stirbt das Gewebe komplett ab. Die Wunde verschorft schnell, aber die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen, sie bekommen Fieber, leiden unter Übelkeit, Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Kreislaufkollaps.

Vorsicht im flachen Gewässer

Im Sommer ziehen sich die Petermännchen ins flache zurück, um dort zu laichen. Wer im flachen Wasser watet, sollte daher immer Badeschuhe tragen, um sich vor dem Stich des Petermännchens effektiv zu schützen. Besonders oft werden Urlauber von den oberen Stacheln der Rückenflosse verletzt. Hat das Petermännchen zugestochen, dann muss der Stachel sofort aus der Wunde gezogen werden. Eine wirksame Erste-Hilfe-Maßnahme besteht darin, die Einstichstelle auf mindestens 50° Grad zu erhitzen, beispielsweise mit einem Föhn. Wer einen elektrischen Anti-Mücken-Stick dabei hat, kann diesen ebenfalls nutzen. Durch diese Maßnahmen werden die Giftmoleküle zerstört.

Fazit zum gefährlichen Fisch

Selbst wenn die ersten Maßnahmen nach einem Stich des Petermännchens effektiv sind, sollten die Betroffenen doch so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Er wird sich die Wunde genau ansehen, sie desinfizieren und ein Schmerzmittel verabreichen. Bei Problemen mit dem Herzen oder dem Kreislauf müssen die Betroffenen meist eine Nacht zur Beobachtung im verbringen. Dies ist besonders wichtig, wenn ein Allergiker gestochen wurde. Ein allergischer Schock kann schnell Lebensgefahr bedeuten, da ein Herzstillstand nicht ausgeschlossen werden kann.

Bild: @ depositphotos.com / Allexxandar

Das Petermännchen – ein gefährlicher Fisch

Ulrike Dietz