Welche Vorteile haben Mundspülungen mit Speiseöl?

Karies effektiv vorbeugen, die Zähne sichtbar aufhellen und unangenehmen Mundgeruch beseitigen – dies sind nur drei Vorteile von Mundspülungen mit Speiseöl. Das sogenannte Ölziehen gewinnt immer mehr Freunde, selbst wenn es einiges an Überwindung kostet. Das Ölziehen stammt ursprünglich aus der ayurvedischen Medizin in Indien und hat eine sehr lange Tradition. Alles, was zum Ölziehen benötigt wird, sind ein qualitativ hochwertiges Speiseöl und zehn Minuten Zeit am Tag.

Wie funktionieren die Mundspülungen mit Speiseöl?

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Vor dem Ölziehen wird die Zunge sanft mit einem passenden Schaber gereinigt. Die Rückstände abziehen und dann ausspucken. Diese Vorbehandlung ist nicht unbedingt erforderlich, aber sie hilft dabei, mögliche Giftstoffe auf der Zunge zu lösen, so kann das später besser wirken. Für die eigentlichen Mundspülungen mit Speiseöl einen Esslöffel Öl für mindestens zehn Minuten im Mund hin- und herspülen. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Öl in die Zahnzwischenräume gepresst wird. Unbedingt berücksichtigt werden müssen auch die Mundtaschen, die sich im hinteren Bereich der Wangen befinden. Dort verstecken sich Bakterien sowie schlecht riechende Ablagerungen besonders gern.

Das Öl bitte nicht schlucken!

Beim Ölziehen ist es wichtig, das Öl so lange im Mund zu halten, bis die Masse wässrig wird und eine milchige Farbe annimmt. So etwas kann in zehn Minuten der Fall sein, aber auch nicht so lange dauern. Ganz wichtig ist es, das Öl auf keinen Fall zu schlucken, sonst werden alle mühsam gelösten Schad- und Giftstoffe wieder in den Organismus gespült. Die Mundspülungen mit Speiseöl werden ausgespuckt, danach mit nachspülen und die Zähne gründlich putzen. Wichtig ist es außerdem, das Öl nicht in den Ausguss des Waschbeckens zu spucken, da dies zu einer Verstopfung des Abflusses führen kann. Am besten wird das Öl in ein Taschentuch gespuckt und dann im Hausmüll entsorgt.

Ist Ölziehen gesund?

Mundgeruch ist immer unangenehm, lässt sich aber nicht vermeiden. Die Oberfläche der Zähne ist ein perfekter Nährboden für Bakterien, was zu Mundgeruch und im schlimmsten Fall zu gravierenden Problemen mit der Mundflora führen kann. Alle, die trotz regelmäßiger, professioneller Zahnreinigung und sorgfältiger Mundhygiene immer noch mit Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen zu kämpfen haben, sollten es mit Ölziehen versuchen. Brutstätten für Bakterien bei den meisten sind vor allem die Zahnfleischtaschen. Regelmäßiges Ölziehen kann diese Bakterienbildung verhindern und zudem präventiv wirken. Diese natürliche Entgiftung soll zugleich das Immunsystem stärken, was wissenschaftlich allerdings noch nicht nachgewiesen ist.

Welche Nachteile gibt es?

Ölziehen ist mehr als gewöhnungsbedürftig und es kann durchaus passieren, dass es am Anfang zu einem Würgereflex kommt. Um dies zu verhindern, sollte das Öl möglichst geschmacksneutral, aber stets hochwertig sein. Besonders gut geeignet sind Sonnenblumenöl, Rapsöl und Kokosöl.

Fazit zu Mundspülungen mit Speiseöl

Wer sich jeden Tag den Mund mit Speiseöl ausspült und bei der Zeit nicht schummelt, wird mit helleren Zähnen und einem gesunden Zahnfleisch belohnt. Die gelblichen Beläge, die insbesondere durch Rauchen, Rotwein, Tee, und Bakterien entstehen, verschwinden durch das Ölziehen. Ein professionelles Bleaching beim macht die Zähne vielleicht noch weißer, es ist jedoch die deutlich aggressivere Methode. Ölziehen ist ebenso effektiv, aber sehr viel sanfter und gesünder für Zähne und Zahnfleisch.

Bild: @ depositphotos.com / serezniy

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Ulrike Dietz