Alles wartet auf die Wall Street

An den Börsen herrscht (noch) Zurückhaltung, trotz der überraschend sehr guten Konjunkturdaten aus China und den Produktionsdaten der heimischen Industrie. Alle warten gespannt auf die Börse in der Wall Street in New York, die um 15:30 MEZ mit ihren Geschäften beginnt. Der Deutsche Aktienindex DAX konnte seine Marke von 15.900 Punkten zwar verteidigen, aber trotzdem orientieren sich die Anleger lieber nach unten.

Mit Spannung erwartet

Die Anleger aus Europa werden von der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed auf den Aktienmarkt gelockt. Trotzdem bleiben die Umsätze im Handel eher dünn, weil aufgrund eines Feiertags an der Wall Street nicht gehandelt wurde. Jetzt warten die Investoren mit Spannung auf die heutige Eröffnung der New Yorker Börse. Ohne den wichtigen Impuls und ohne die Orientierung aus den USA ziehen es viele Investoren offensichtlich vor, zunächst nicht auf dem Aktienmarkt aktiv zu werden. Dies ist mit ein Grund, warum sich die Börse bislang kaum bewegt hat.

Gewinne in Asien

In Asien gehen die Uhren anders und hier ist man schon ein Stück weiter. Dort wetten die Anleger schon jetzt auf ein Anziehen der Konjunktur und greifen bei den Aktien tüchtig zu. Die überraschend guten Wirtschaftsdaten aus China sorgen offenbar für viel Optimismus. Im August haben die Exporte aus China stärker zugelegt als erwartet. Zuletzt waren die Konjunkturdaten eher schwach, was die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten gedrückt hat. Die Sorgen sind jetzt aber schon wieder gedämpft, wie ein Marktanalyst berichtet.

Wie sieht es in Japan aus?

Der Nikkei-Index stieg an der Börse in der japanischen Hauptstadt Tokio um 0,9 Prozent auf 29.916 Punkte. Neben den recht guten Daten aus China sorgte auch ein neuer Ministerpräsident für Zuversicht, der mit weiteren Hilfen eine Erholung der Konjunktur erreichen möchte, um die Wirtschaft weiter voranzutreiben. Der bisherige Regierungschef Yoshihide Suga hatte in der vergangenen Woche seinen Rücktritt erklärt. Zuletzt lag die Börse in Shanghai mit 1,4 Prozent im Plus und auch der Index der wirklich wichtigen Unternehmen in Shanghai und Shenzhen konnte 1,0 Prozent dazugewinnen. Ebenfalls 1,0 Prozent legte der Index in Hongkong zu. Eine Straffung der Geldpolitik in den USA wird aber zumindest bei den Staaten im Euroraum nicht erwartet.

Bild: @ depositphotos.com / peshkova

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Ulrike Dietz
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