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Weihnachtsstress muss nicht sein

Weihnachtsstress muss nicht sein

Angeblich ist die vorweihnachtliche Zeit eine besinnliche Zeit. Die Betonung liegt hier auf angeblich, denn in der Realität bedeutet Weihnachten in vielen Familien nur eines, nämlich Stress pur. Dieser Weihnachtsstress beginnt schon lange vor dem eigentlichen Weihnachtsabend und steigert sich mit jedem Tag, den das Fest der Liebe näher rückt. Nicht selten ist der Weihnachtsstress hausgemacht, wenn Eltern zum Beispiel meinen, den Adventskalender für die Kinder selbst zu basteln. Viele lassen sich aber auch verrückt machen und leiden am Heiligen Abend unter einem weihnachtlichen Burn-out.

Verpflichtungen und Erwartungen

Weihnachtsstress baut sich immer dann auf, wenn die Erwartungen für das Fest zu hoch geschraubt sind und wenn die Verpflichtungen überhandnehmen. Für Stress sorgt schon die Vorstellung, dass an Weihnachten alles perfekt sein muss. Das Haus muss blitzblank geputzt werden, und zwar vom Giebel bis zum Keller, der Tisch muss perfekt gedeckt und das Essen ein wahrer Genuss sein. Das alles in die Tat umzusetzen, ist nahezu unmöglich. Wer sich diese hohen Ziele steckt, der darf sich nicht wundern, wenn er unter Stress gerät. Besser ist es, sich auf eine Sache zu konzentrieren und den Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Viele Verpflichtungen müssen in der stressigen Vorweihnachtszeit nicht wahrgenommen werden, sie können auch bis ins neue Jahr warten.

Geschenke richtig kaufen

Ein ganz erheblicher Stressfaktor ist das Einkaufen der Geschenke. In vielen Familien kreisen die Gedanken schon lange vor Weihnachten um das Thema Geschenke und je näher das Fest rückt, umso stressiger wird das Einkaufen. Wer sich diesen Stress ersparen möchte, der sollte das ganze Jahr über schon nach Geschenken Ausschau halten und entsprechend einkaufen. Bei großen Familien hat sich die „Geschenkelotterie“ bewährt. Bei dieser Lotterie zieht jedes Mitglied der Familie ein Los, auf dem der Name eines anderen Familienmitgliedes steht. Für dieses Mitglied muss dann ein Geschenk gekauft oder gebastelt werden. Das Losverfahren erspart jede Menge Stress und viel Zeit.

Aufgaben einteilen

In der Vorweihnachtszeit haben viele Hausfrauen und Mütter den Ehrgeiz, alles alleine machen zu wollen und laufen damit in die Stressfalle. Warum die Arbeit nicht mal delegieren und auch andere Familienmitglieder arbeiten lassen? Schon Wochen vor dem Fest wird festgelegt, wer welche Aufgaben übernimmt. Wer sorgt für den Weihnachtsbaum und wer schmückt in diesem Jahr den Baum? Wer bereitet welchen Gang des weihnachtlichen Menüs zu und wer sorgt für die passenden Getränke? Wenn aufräumen, abspülen und viele andere Kleinigkeiten unter den Familienmitgliedern aufgeteilt werden, dann hat jeder weniger Stress und mehr Zeit zum Feiern.

Auswärts essen gehen

Neben der Jagd nach den passenden Geschenken ist auch die Auswahl des Essens ein großer Stressfaktor. Was kommt an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tisch und wie soll der Tisch in diesem Jahr dekoriert werden? Das Einkaufen der Zutaten ist schon stressig genug, aber wenn dann auch noch besondere Essenswünsche zu berücksichtigen sind, dann ist es für die Hausfrau doppelt so stressig. Alle, die sich diesen Weihnachtsstress ersparen möchten, gehen auswärts essen oder bestellen das Menü bei einem Caterer, der das Essen ins Haus liefert. Wer möchte, der kann am Heiligen Abend eine Kleinigkeit servieren, wie beispielsweise den Klassiker Würstchen mit Kartoffelsalat und an den beiden Weihnachtsfeiertagen essen gehen. So lässt sich der Weihnachtsstress deutlich reduzieren und die Familie kann zusammen das Weihnachtsfest genießen.

Keine Konflikte zu Weihnachten austragen

Weihnachten trifft sich traditionell die ganze Familie und viele nutzen das Fest der Liebe, um alte Streitigkeiten und Konflikte wieder aufleben zu lassen. Streit kann das Fest nicht nur verderben, sondern auch vorzeitig beenden. Heikle Themen sollten nicht auf den Tisch kommen und auch unbedachte Bemerkungen tragen nicht eben zum Weihnachtsfrieden bei. Wer sich nicht sicher ist, ob sich einige Familienmitglieder vertragen, sollte die Liste der Gäste mit sehr viel Bedacht und Fingerspitzengefühl schreiben. Notfalls werden die möglichen Streithähne an zwei verschiedenen Tagen eingeladen, um einer direkten Konfrontation aus dem Wege zu gehen. Es „muss“ nicht jedes Familienmitglied zwingend eine Einladung bekommen, wenn es bereits schlechte Erfahrung gibt, dann müssen diese nicht wiederholt werden.

Die Erwartungen nicht zu hoch schrauben

Je höher die Erwartungen, desto größer sind später die Enttäuschungen und das gilt auch für die Weihnachtszeit. Die Anspruchshaltung an ein perfekt organisiertes und harmonisch verlaufendes Weihnachtsfest sollte niedrig sein, denn das beugt bösen Überraschungen und Enttäuschungen vor. Wichtig ist es, gelassen zu bleiben, denn dann stellt sich gar kein Weihnachtsstress ein und das Weihnachtsfest wird ein voller Erfolg. Es muss nicht alles klappen und es kann nicht alles wie gewünscht funktionieren. Wer sich darüber im Klaren ist, der kann Weihnachten auch richtig genießen.

Nicht alles verplanen

Ein komplett verplantes Weihnachtsfest ist nicht nur sehr anstrengend, es ist sehr wahrscheinlich auch langweilig. Wenn feststeht, was jede Stunde passiert, dann geht die Spontanität wie auch die Flexibilität verloren, zwei Kriterien, die Familienfeste so attraktiv machen. Sind die Weihnachtstage hingegen verplant, dann sind alle verkrampft und können zwangsläufig an nichts anderes mehr denken, als an den nächsten abzuarbeitenden Punkt auf der Liste. Je weniger Planungen und Verpflichtungen es gibt, umso ruhiger und entspannter werden die Weihnachtstage.

Rückzugsorte suchen

Dem weihnachtlichen Stress ganz zu entkommen, ist schwer, daher ist es wichtig, eine Rückzugsmöglichkeit zu haben. Vor allem Hausfrauen und Mütter sind gut beraten, sich einen Ort der Ruhe zu suchen, wenn der Trubel mit der Familie an den Weihnachtsfeiertagen zu groß wird. Für viele Eltern ist die Zeit zwischen Halloween am 31. Oktober und dem Heiligen Abend am 24. Dezember eine Art Marathonlauf. Der Laternenumzug an St. Martin steht an, ebenso wie die vorweihnachtliche Aufführung in der Schule oder im Kindergarten. Der Besuch des Weihnachtsmärchens steht auf dem Programm und natürlich auch das Backen der Plätzchen und das Vorlesen von diversen Weihnachtsgeschichten. Wenn es die Zeit erlaubt, dann ist es keine schlechte Idee, zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr ein paar Tage wegzufahren, vielleicht in ein Wellnesshotel.

Fazit

Weihnachten sollte das besinnliche Fest mit der ganzen Familie sein und kein stressiger zu bewältigender Parcours. Viele vergessen vor lauter Vorbereitungen, Hektik, Stress und Verpflichtungen die eigentliche Bedeutung des Festes. Wer sich das wieder vor Augen hält, der kann Weihnachten auch stressfrei erleben und genießen.

Bild: @ depositphotos.com / Maridav

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de