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Project Owl – so will #Google gehen #Fake #News vorgehen

Project Owl – so will #Google gehen #Fake #News vorgehen

Facebook und auch Google stehen seit einiger Zeit am Pranger, denn sie werden für die gefälschten Nachrichten im Netz, die sogenannten Fake News, verantwortlich gemacht. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will die Konzerne in Zukunft hart bestrafen, wenn sie weiterhin zu wenig tun, um diese gefälschten Nachrichten von ihren Seiten zu entfernen. Von Geldstrafen in Millionenhöhe ist da die Rede und das war vielleicht ein Grund, warum Google das Project Owl ins Leben gerufen hat. Beim Kampf gegen die gefälschten Nachrichten setzt Google auf menschliche Hilfe, aber der eigentliche Job wird von Algorithmen gemacht.

Schlechter Content wird entfernt

Google hat den falschen Nachrichten den Kampf angesagt und will mit dem „Projekt Eule“ gegen „minderwertigen Content“ vorgehen. Im Klartext heißt das: Hassbotschaften und Fake News werden sowohl aus den Suchergebnissen als auch aus anderen Diensten, die Google anbietet, entfernt. Für das Projekt arbeiten menschliche Testpersonen mit Suchalgorithmen zusammen, um Änderungen der Suchformel in einem sogenannten Blindtest zu bewerten. Die Tester bekommen die Suchergebnisse einmal vor und einmal nach der Änderung durch die Algorithmen zu sehen und müssen anschließend beurteilen, welche besser ist. Alleine in Deutschland arbeiten 600 Testpersonen für Google, aber die Richtlinien für die Tester sind nun noch einmal komplett überarbeitet worden.

Keinen Einfluss auf das Ranking

Durch Beispiele von anderen Webseiten, die ebenfalls von minderer Qualität sind, will Google den Testern die Arbeit leichter machen, Hasskommentare und Fake News angemessen zu melden und diese auch zu kennzeichnen. Das Gleiche gilt für Seiten mit Verschwörungstheorien, Suchergebnisse mit anstößigem Inhalt und irreführende Informationen. Das Feedback, so Google, hat aber keinen unmittelbaren Einfluss auf das Ranking, aber es soll dabei helfen, die Qualität von Google zu verbessern und die Bereiche schneller zu erkennen, die verbessert werden müssen. Stärker vorgehen will die Suchmaschine auch gegen diejenigen, die Spam-Mails verschicken und das System austricksen wollen.

Arbeitet Obama mit Kommunisten zusammen?

Wie sehr Seiten wie Google sich mit Fake News beschäftigen müssen, das zeigt ein Beispiel. Im März gab es in den Suchanzeigen eine Meldung, dass Barack Obama, der ehemalige Präsident der USA, einen Staatsstreich und einen Coup mit den kommunistischen Chinesen plane. Dass diese Meldung nicht stimmt, steht außer Frage und für Google sind es diese Fake News, die in Zukunft unbedingt vermieden werden sollen. Auch wenn es um die sogenannte Autocomplete-Funktion geht, will Google etwas ändern. Mit der automatischen Vervollständigung von gesuchten Begriffen möchte Google seinen Nutzern das lange Tippen ersparen. Wer zum Beispiel „Frauen sind …“ eingibt, der bekommt vom System auch das Wort „böse“ vorgeschlagen, weil das bei Google häufig gesucht wird, in Zukunft soll auch diese Funktion überarbeitet werden. Sexuelle Beschimpfungen und auch Bedrohungen werden künftig aus den Autocomplete-Vorschlägen entfernt und die Leser bekommen die Möglichkeit, anstößige Worte zu melden und sie auch zu bewerten. Das gilt übrigens auch bei der Suche nach „Angela Merkel ist …“, denn das Autocomplete-System schlägt als ersten Begriff „tot“ vor.

Kann der Kampf gegen Fake News gewonnen werden?

Das Internet ist ein unendlicher weiter Raum, der viele Möglichkeiten bietet, das Gesetz zu umgehen. Suchmaschinen wie Google und auch soziale Netzwerke wie Facebook werden niemals ganz verhindern können, dass es Fake News und Hasskommentare gibt. Es ist ein bisschen wie der Kampf mit den Windmühlenflügeln, den keiner gewinnen kann. Google und Facebook können lediglich versuchen, der Flut von Meldungen Herr zu werden, aber weder menschliche Tester noch Algorithmen werden für ein „sauberes“ Internet sorgen. Das Internet ist ein Spiegel der Gesellschaft und viele Menschen nutzen diese Plattform auch, um zu protestieren. Wenn ihnen dieses Recht genommen wird, dann erinnert das an Zeiten, in denen die Meinungsfreiheit des Einzelnen keine Rolle gespielt hat und diese Zeiten sollte es eigentlich nie wieder geben.

Bild: © Depositphotos.com / mars58

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de