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Wie Mark #Zuckerberg sich an #Snapchat rächt

Wie Mark #Zuckerberg sich an #Snapchat rächt

Im letzten Sommer begann Instagram damit, die Funktionen von Snapchat zu kopieren, was eine Welle der Empörung ausgelöst hat. Jetzt sieht es so aus, als würde Instagram erfolgreicher sein als das Original und das bedeutet für Mark Zuckerberg mit Sicherheit eine große Genugtuung, denn schließlich ist Instagram eine Tochter des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook. Durch seine einfachen Funktionen hat Snapchat Millionen von Nutzern angezogen, aber auch einen Konkurrenten wie Facebook, nun hat die Facebook-Tochter Instagram das Original überholt.

Bitter für Snapchat

Die App öffnen, ein Foto machen, den Filter drüber und dann einfach abschicken – so einfach funktioniert das soziale Netzwerk Snapchat. Das wollte Mark Zuckerberg und schickte Instagram ins Rennen, um den Konkurrenten zu kopieren. Das klappte offenbar wunderbar, denn die sogenannte Stories-Funktion hat heute rund 200 Millionen tägliche Nutzer, mehr als noch im Januar, als 150 Millionen Nutzer verzeichnet wurden. Für Snapchat ist diese Tatsche sehr bitter, denn mit einer Zahl von 160 Millionen App-Nutzern täglich findet sich das soziale Netzwerk jetzt auf dem undankbaren zweiten Platz wieder. Der Erfolg von Instagram ist auch eine persönliche Genugtuung für Mark Zuckerberg, viele Branchenkenner sprechen sogar von einer gelungenen Racheaktion. Wer verstehen will, warum Zuckerberg sich so freut, der sollte die Geschichte des Facebook-Gründers und die von Evan Spiegel kennen, dem Mann, der Snapchat groß gemacht hat.

Kaufen oder zerstören

Es war vor drei Jahren, als Mark Zuckerberg sich bei Evan Spiegel gemeldet hat und ihn vor die Wahl stellte: Entweder wir kaufen dich oder wir werden dich zerstören, wenn du nicht gekauft werden willst. Angeblich hat der Facebook-Chef Spiegel drei Milliarden Dollar für den Deal geboten, aber das war Evan Spiegel, wie Mark Zuckerberg ein Studienabbrecher, dann doch zu wenig Geld und er lehnte höflich, aber bestimmt ab. Das war für Zuckerberg eine Niederlage, denn er hatte schon lange das Potenzial der App erkannt und wollte sie für sich nutzen. Um die Schmach für Zuckerberg noch schlimmer zu machen, veröffentlichte Spiegel nach dem Treffen mit Zuckerberg den Mailverkehr und gab mächtig damit an, das Angebot des großen Facebook-Gründers abgelehnt zu haben.

Spiegel wurde gefeiert

Für das Silicon Valley war Evan Spiegel damals ein Held, denn wer es schafft, ein solches Angebot abzulehnen, der musste sehr viel Selbstbewusstsein haben. Zunächst schien es so, als würde die Rechnung aufgehen, denn das Netzwerk von Evan Spiegel wuchs sehr schnell. Aber dann kam der Sommer 2016 und Instagram startete mit einer Stories-Funktion, was am Anfang noch milde belächelt wurde. Schnell stellte sich aber heraus, dass Instagram gegenüber Snapchat einen entscheidenden Vorteil hatte, denn die Fotoapp hatte schon 500 Millionen treue Kunden, das Netzwerk von Spiegel musste um jeden einzelnen Nutzer kämpfen. Auch die Ausgangsreichweite bei Instagram ist um einiges höher, was vor allem für die Werbebranche von großem Interesse ist. Seit Instagram auf dem Vormarsch ist, muss Snapchat mit ständig sinkenden Werbekunden leben.

Kein Glück an der Börse

So leicht wollte Evan Spiegel jedoch nicht aufgeben und Anfang März dieses Jahres gelang seinem Tochterunternehmen Snap Inc. der Gang an die Börse, und zwar mit dem größten Börsengang eines Technologieunternehmens seit dem Börsengang von Facebook. Das Unternehmen nahm 3,4 Milliarden Dollar ein und die Aktie startete mit grandiosen 24,50 Dollar und das, obwohl das Unternehmen sehr hohe Verluste hat. Heute befindet der Kurs der Aktie allerdings im Sinkflug und hat sich mittlerweile bei rund 19,- Dollar eingependelt. Als Instagram die neusten Zahlen vorlegte, verlor die Aktie noch einmal zwei Prozent an Wert.

Mark Zuckerberg ist mit Evan Spiegel noch lange nicht fertig, denn erst vor wenigen Tagen gab Instagram bekannt, dass es sehr bald auch möglich sein wird, Fotos zu verschicken und sie auch wieder löschen zu können.

Bild: © Depositphotos.com / WVDZ

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de