Technik

Roboterautos – für saubere und sichere Städte

Roboterautos – für saubere und sichere Städte

Autonomes Fahren ist es etwas, was die Bundesregierung zu einem ihrer Schwerpunktthemen gemacht hat. Die Menschen sollen mit autonomen E-Autos entspannt durch die Straßen rollen und die Zahl der Unfälle soll endlich sinken. Die Autohersteller gehen jedoch noch einen Schritt weiter. Sie arbeiten bereits an der Entwicklung von Roboterautos, die in Zukunft das Straßenbild bestimmen sollen. Nach Ansicht der Hersteller hat das für alle Verkehrsbeteiligten nur Vorteile. Aber hat das, was so fantastisch klingt, auch Nachteile?

Die Stadt gehört den Roboterautos

Wer schon einmal in einer eiskalten Nacht an einer Bushaltestelle vergeblich auf einen Bus gewartet hat, weiß den Komfort eines Roboterautos mit Sicherheit zu schätzen. Statt auf den nicht kommenden Bus zu warten oder ein teures Taxi zu rufen, reicht es in Zukunft aus, einfach die passende App im Smartphone zu öffnen. Mit dieser App ist es möglich, einen eigenen Bus zu rufen, den ein Roboter steuert. Das, was wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film klingt, hatte im Januar auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas Premiere. Dort zeigten die Hersteller von autonom fahrenden Bussen und Autos, wie die vernetzte Stadt der Zukunft aussehen kann. Busse und Taxis, wie wir sie heute kennen, gehören dann endgültig der Vergangenheit an. Die Roboterbusse sammeln beispielsweise die Nachtschwärmer und bringen sie nach Hause. Die Route berechnen die Busse automatisch, um viele Fahrgäste in möglichst kurzer Zeit zu befördern.

In den USA schon Alltag?

Die Besucher der CES in Las Vegas konnten sich bereits ein Bild davon machen, wie die Zukunft verkehrstechnisch aussieht. Eine Nacht lang fuhr ein autonomer Kleinbus den „Strip“, den Prachtboulevard der Stadt, rauf und wieder runter. Dieser moderne Bus bietet Platz für zwölf Fahrgäste und befördert sie wahlweise ins Hotel oder ins nächste Casino. Verkehrsforscher rechnen damit, dass diese Busse in der nächsten Dekade schon auf den Straßen unterwegs sind. Sie sehen darin eine Zeitenwende, wie es sie gab, als aus der Pferdedroschke ein Auto wurde.

Wo liegen die Vorteile?

Nach Ansicht der Verkehrsforscher liegen die Vorteile auf der Hand. Die Busse befördern die Passagiere sicher, komfortabel und in kürzester Zeit von A nach B, zudem sind sie günstiger als eine Taxifahrt. Die Gemeinschaft profitiert von weniger Fahrzeugen auf den Straßen, was wiederum zu einem besseren Verkehrsfluss und zu einer geringeren Belastung durch Schadstoffe führt. Die Hersteller haben bereits eine entsprechend große Flotte an Versuchsfahrzeugen. VW bastelt an eigenen Kleinbussen, ebenso wie Mercedes, Bosch oder Continental. Interessant sind auch sogenannte Konzeptfahrzeuge. Die können am Tag als Lieferautos fungieren und sind am Abend autonome Kleinbusse, die die Partygänger nach Hause bringen.

Fazit

Noch sind autonom fahrende Kleinbusse mit Elektroantrieb eine Vision. Für die Entwickler hingegen ist diese Vision schon zum Greifen nah. Auf privatem Gelände von Unternehmen oder Universitäten sind die kleinen Roboterbusse schon in Betrieb. Die ersten Versuche im öffentlichen Nahverkehr sollen bald folgen. Allerdings muss die entsprechende Software von lernen, außerdem ist der Gesetzgeber jetzt gefragt. Er muss den Weg für die Roboterbusse und autonomen Autos freimachen. Irgendwann wird es Städte geben, die den individuellen Verkehr nicht mehr zulassen, davon sind Verkehrsexperten und viele Politiker schon heute überzeugt.

Bild: @ depositphotos.com / chesky_w

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Ulrike Dietz

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