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Ketamin gegen Depressionen – illegal aber effektiv

Ketamin gegen Depressionen – illegal aber effektiv

Ketamin ist für viele eine äußerst gefährliche Substanz. Für Menschen die unter schweren Depressionen leiden, ist Ketamin hingegen eine Hoffnung. Ketamin gegen Depressionen heißt: Die Symptome lassen sich so schnell lindern, wie es bei keinem anderen Mittel der Fall ist. Jetzt hat die Wissenschaft herausgefunden, wie Ketamin gegen Depressionen wirkt und was es mit dem Gehirn anstellt. Ketamin gegen Depressionen ist relativ neu, das Mittel hat sich vor allem als verbotene Partydroge in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht.

Das Spray, das Hoffnungen weckt

Ketamin ist ein Narkosemittel und gilt jetzt als der Hoffnungsträger für viele, die unter Depressionen leiden. Bereits Anfang März hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA zum ersten Mal eine Substanz erlaubt, die dem Ketamin ähnlich ist. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson will als erster Konzern Ketamin gegen Depressionen in den Handel bringen. Zunächst ist das Ketamin gegen Depressionen nur für sehr schwere Fälle gedacht. Die Patienten, die zuvor mit mindestens zwei Antidepressiva erfolglos behandelt wurden, bekommen ein Nasenspray. Das soll die schlimmsten Symptome lindern. Für den Verkauf in Europa hat Johnson & Johnson schon den entsprechenden Antrag gestellt. Mit der Zulassung kann es aber noch lange dauern.

Wie wirkt Ketamin bei Depressionen?

Die Versuche an Mäusen haben jetzt gezeigt, wie Ketamin bei Depressionen wirkt und was es mit dem Gehirn macht. Das Ketamin sorgt für eine starke Vorwölbung der Nervenzellen, die sich Dornenfortsätze nennen. Sie beeinflussen die Übertragung der Signale zwischen den einzelnen Nervenzellen. In früheren Studien fanden die Wissenschaftler heraus, dass es zu einer Abnahme der Dichte und auch der Komplexität kommt, wenn Ketamin auf die Dornenfortsätze trifft. Das ist sehr wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg, damit Ketamin bei Depressionen helfen kann. Jedoch sollten sich diejenigen, die mit diesem Mittel behandelt werden, auch über die Risiken im Klaren sein.

Die Patienten im Blick behalten

Wenn ein Patient mit Ketamin gegen Depressionen behandelt wird, muss er für einige Stunden unter dauernder Beobachtung stehen. Ketamin ist eine Substanz, die Halluzinationen hervorrufen kann. Das hat dem Mittel einen zweifelhaften Ruf als „Special-K“ unter den Partydrogen beschert. Ketamin versetzt Menschen in einen rauschhaften Zustand und es kann zu sogenannten dissoziativen Zuständen kommen. Bei diesen Zuständen trennen sich Körper und Geist, bevor sie sich scheinbar wieder zusammensetzen. Was Ketamin gegen Depressionen jedoch so interessant macht, ist die schnelle Wirkung des Narkosemittels. In der Berliner Charité haben die Ärzte mehr als 150 Patienten mit Ketamin im Rahmen einer Studie behandelt. Bei gut einem Drittel der Patienten zeigte sich die Wirkung innerhalb von wenigen Stunden. Bei klassischen Antidepressiva kann es mehrere Wochen dauern, bis die Patienten eine Wirkung verspüren. Die schnelle Wirkung ist ein großer Vorteil, jedoch sind die Nachteile gravierend.

Bei Patienten, die schon sehr lange unter schweren Depressionen leiden, schlägt das Ketamin nicht immer wie gewünscht an. Das ist vor allem der Fall, wenn die Betroffenen zusätzlich noch unter Angstzuständen oder Abhängigkeiten leiden. Auch bei Patienten, die bereits lange Behandlungszyklen mit herkömmlichen Antidepressiva hinter sich haben, ist das Ketamin in den meisten Fällen kein Heilmittel. Bei akuten Depressionen hingegen hat sich Ketamin als erfolgreiches Mittel gezeigt. Die Depressionen und damit auch vielfach die Gedanken an einen Suizid sind nach der Einnahme verschwunden.

Bild: @ depositphotos.com / Makaule

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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