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Ist „Miami Punk“ das Kultbuch des Jahres?

Ist „Miami Punk“ das Kultbuch des Jahres?

Miami – diese Stadt verspricht den Besuchern Palmen und ein blaues Meer, schicke Autos und glänzende Art-déco-Fassaden. Juan S. Guse hingegen denkt bei Miami an eine Stadt am Abgrund, an ein Computerspiel und einen komplett verschwundenen Ozean. Er schrieb mit „Miami Punk“ einen Roman, der das Zeug zum Kultbuch des Jahres hat. Es ist höchstwahrscheinlich das ungewöhnlichste Buch, was in diesem Jahr in Deutschland auf dem Markt ist.

Was passiert, wenn das Meer verschwindet?

Das Kultbuch des Jahres ist der zweite Roman des Autors. Juan S. Guse fragt in „Miami Punk“: Was passiert in echt, wenn das Meer schlagartig verschwindet? In seinem Roman verschwindet der Atlantische Ozean und lässt eine zutiefst verwundete und verwirrte Stadt zurück. Aus dem Strand wird eine Wüste, der Meeresboden ist ein Gebirge und die Menschen leben mit vielen seltsamen Phänomenen. Dabei ist das Problem mit den Alligatoren noch das kleinere Problem. Das Buch zu lesen, ist kompliziert, es wirkt wie ein großes Puzzle. Die Teile sind überall im Text versteckt und der Leser braucht Zeit, um ein klares Bild zu erkennen. Vielleicht macht das „Miami Punk“ zum Kultbuch des Jahres.

Die Helden

Jedes Buch lebt in erster Linie von seinen Helden. Das ist in diesem Buch nicht anders. Zuerst begegnet der Leser Robin, die für ein großes Unternehmen als Programmiererin arbeitet. Robin entwickelt in ihrer freien Zeit Computerspiele und ihr aktuelles Spiel heißt „Das Elend der Welt“. Allerdings verbirgt sich in dem Spiel ein Virus, mit dem sich Robin Zugriff auf die persönlichen Daten der Spieler verschafft. Bei den nächsten Helden handelt es sich um eine Gruppe von Spielern aus Wuppertal, die für ein Turnier in der Stadt sind. Was Robin mit den Spielern verbindet, bleibt dem Leser zunächst verborgen. Der Leser erfährt weiter, dass es sich bei dem Begriff „Schlaf“ um die katastrophale Weigerung handelt, eine bestehende Realität zu akzeptieren. Was das sinngemäß bedeutet, erschließt sich dem Leser erst viel später.

Es geht nur langsam voran

Wer das Kultbuch des Jahres lesen will, muss Geduld mitbringen, richtig spannend ist es ausschließlich in einigen Passagen. Die Geschichte ist langsam und gelinde gesagt, zäh erzählt. Nur sporadisch tauchen im Kultbuch des Jahres aus dem Rahmen fallende Szenen auf. Da attackieren junge Leute beispielsweise die Polizei, aber mit Luftschiffen. Bauunternehmen duellieren sich mit schweren Baggern und in jeder Mission ist ein Pizzabote der Held. Für alle, die sich bisher nicht für digitale Welten interessiert haben, ist das Buch nicht die richtige Lektüre. Allen anderen wird es Spaß machen, die Puzzleteile zu finden.

Warum ist „Miami Punk“ das Kultbuch des Jahres? Vielleicht, weil es beim Lesen den Eindruck vermittelt, als wäre die Welt bizarrer und surrealer als vor der Lektüre. Selbst wer in „Miami Punk“ nicht gerade das Kultbuch des Jahres sieht, das ungewöhnlichste Buch ist es auf jeden Fall. Einige Leser sind überzeugt, dass es ein Buch von „magischer Qualität“ ist, auf jeden Fall eigenartig und in hohem Maße komplex. Der Tenor des Buches ist es, sich mit anderen Lesern zusammenzusetzen, um der Sache am Schluss auf den Grund zu gehen.

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Bild: @ depositphotos.com / SIphotography

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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