SPD will Einbau klimaschädlicher Heizungen im Bestand zulassen

() – Im Streit um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes sieht ein Kompromissvorschlag der SPD vor, dass der Einbau klimaschädlicher Heizungen für Bestandsbauten weiterhin erlaubt werden soll. Das berichtet der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe.

Dem Vorschlag zufolge wäre die Installation von Heizungen, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, nur in Neubauten verpflichtend. Bis 2030 würde sich der Staat an der Finanzierung klimaschonender wie Heizungspumpen und Hybridanlagen beteiligen. Die Förderung soll sozial gestaffelt und ausgeweitet werden, sodass der Eigenanteil an der Finanzierung auf eine zumutbare Höhe begrenzt bleibt. Um die von der ökologischen Variante zu überzeugen, soll im eine groß angelegte Informationskampagne starten.

Den Plan haben sozialdemokratische Abgeordnete in die Verhandlungen der Ampelfraktionen eingebracht. Die Koalition hatte sich ursprünglich darauf verständigt, dass das Gesetz rechtzeitig für ein Inkrafttreten Anfang des kommenden Jahres verabschiedet wird. Die FDP hatte Bedenken an einer Verabschiedung noch vor der Sommerpause angemeldet. Nun müssen die Fraktionschefs entscheiden, ob das Vorhaben zur ersten Lesung in den kommt.

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Bildhinweis: Gasheizung

SPD will Einbau klimaschädlicher Heizungen im Bestand zulassen

Zusammenfassung

– Kompromissvorschlag der SPD im Streit um Novelle des Gebäudeenergiegesetzes
– Einbau klimaschädlicher Heizungen weiterhin für Bestandsbauten erlaubt
– Installation von 65% erneuerbare Energie-Heizungen nur in Neubauten verpflichtend
– Staat beteiligt sich bis 2030 an Finanzierung klimaschonender Geräte
– Förderung sozial gestaffelt und ausgeweitet, Eigenanteil begrenzt
– Groß angelegte Informationskampagne im Sommer geplant
– Ampelfraktionen verhandeln über den Vorschlag
– FDP hatte Bedenken bezüglich Verabschiedung vor Sommerpause
– Fraktionschefs müssen entscheiden, ob Vorhaben zur ersten Lesung in den Bundestag kommt

Fazit

Ein Kompromissvorschlag der SPD zum neuen Gebäudeenergiegesetz sieht vor, dass der Einbau klimaschädlicher Heizungen in Bestandsbauten weiterhin erlaubt bleibt. In Neubauten wären allerdings Heizungen verpflichtend, die mindestens zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Der Staat würde sich bis 2030 an der Finanzierung klimaschonender Geräte beteiligen, wobei die Förderung sozial gestaffelt wäre. Eine Informationskampagne im Sommer soll die Bürger von ökologischen Alternativen überzeugen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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