Haseloff verlangt Nullrunde bei Rundfunkbeitrag

-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fordert Aussetzung der Erhöhung der Rundfunkbeiträge.
– Vorschlag: Zwei Jahre lang kein Anstieg der Rundfunkbeiträge während Zukunftskommission Vorschläge zu Reformen vorlegt.
– Prioritätensetzungen im Angebot und sparsamer Umgang mit Beitragsgeldern sind wichtig.
– Kernauftrag der Öffentlich-Rechtlichen umfasst Information, , Kultur und Beratung.
– Plurales Mediensystem notwendig für faire Chancen für private Medienanbieter.

() – Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der im Verwaltungsrat des ZDF sitzt, fordert eine Aussetzung der Erhöhung der Rundfunkbeiträge. “Wir haben dort eine Verantwortung dafür, dass die Akzeptanz der Öffentlich-Rechtlichen nicht weiter sinkt”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” (Dienstagsausgabe).

“Mein Vorschlag ist deshalb: Zwei Jahre lang wird der Rundfunkbeitrag nicht erhöht, die Zukunftskommission legt derweil ihre Vorschläge zu Reformen vor.” Er stehe zu den Öffentlich-Rechtlichen, sie seien aber privilegiert, so Haseloff weiter. “Jeder Haushalt muss den Rundfunkbeitrag , Nichtzahlern droht im Extremfall sogar Beugehaft. Unter solchen Rahmenbedingungen müssen auch die Prioritätensetzungen im Angebot stimmen, und es muss sparsam mit den Beitragsgeldern umgegangen werden.”

Vorn beim Kernauftrag der Öffentlich-Rechtlichen stünden Information, Bildung, Kultur und Beratung. “Tatsächlich wird aber der Großteil des Geldes für und nicht zuletzt Verwaltung ausgegeben. Außerdem haben die Öffentlich-Rechtlichen einen manchmal schmalen Korridor für Meinungen. Auch deshalb brauchen wir ein plurales Mediensystem mit fairen Chancen auch für private Medienanbieter”, sagte der Regierungschef der Zeitung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mainzelmännchen des ZDF

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