Weniger Anbaufläche für Sommergetreide erwartet

  • Anbaufläche für Sommergetreide in voraussichtlich sinkend
  • Statistisches Bundesamt (Destatis) schätzt 11% Rückgang auf 925.600 Hektar in 2023
  • Anbaufläche von Sommerweizen geht um 45% auf 28.800 Hektar zurück
  • Anbaufläche von Sommergerste sinkt um 11,2% auf 329.300 Hektar
  • Hafer-Anbaufläche verringert sich um 13,3% auf 138.600 Hektar, Körnermais um 6,1% auf 429.000 Hektar
  • Wintergetreide bleibt Schwerpunkt des Getreideanbaus mit 5,04 Millionen Hektar (0,7% mehr als Vorjahr)
  • Winterweizen-Anbau auf 2,85 Millionen Hektar, 1,4% weniger als im Jahr 2022
  • Anbaufläche für Winterraps steigt um 7,6% auf 1,16 Millionen Hektar
  • Anbaufläche für Silomais wächst um 2,1% auf 2,07 Millionen Hektar
  • Zuckerrüben-Anbaufläche steigt um 0,5% auf 398.200 Hektar, Kartoffelanbau um 0,2% auf 267.000 Hektar
  • Anbaufläche von Erbsen zur Körnergewinnung wächst um 11,9% auf 119.600 Hektar Ackerbohnenanbau sinkt um 13,3% auf 61.600 Hektar

() – Die Anbaufläche für Sommergetreide wird in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich sinken. Im Jahr 2023 geht sie nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) um elf Prozent auf 925.600 Hektar zurück, wie die Behörde am Freitag mitteilte.

Dabei beträgt die Anbaufläche von Sommerweizen für die Erntesaison 2023 voraussichtlich 28.800 Hektar. Damit geht sie gegenüber dem Vorjahr, in dem sie stark gestiegen war, deutlich um 23.400 Hektar oder 45 Prozent zurück. Die Anbaufläche von Sommergerste wird um 41.600 Hektar (-11,2 Prozent) auf 329.300 Hektar sinken. Hafer wird voraussichtlich auf einer Fläche von 138.600 Hektar angebaut (-13,3 Prozent), Körnermais auf einer Fläche von 429.000 Hektar (-6,1 Prozent).

Insgesamt wird verhältnismäßig wenig Sommergetreide angebaut, wie in Deutschland üblich liegt auch im Jahr 2023 der Schwerpunkt des Getreideanbaus auf Wintergetreide. So wird Wintergetreide auf 5,04 Millionen Hektar Fläche angebaut, das entspricht etwa dem Vorjahresniveau (+0,7 Prozent) beziehungsweise 84 Prozent der Getreideanbaufläche. Nach ersten Schätzungen bauen die Landwirte in Deutschland für das Erntejahr 2023 auf 2,85 Millionen Hektar Winterweizen an. Die Aussaatfläche ist damit um 1,4 Prozent kleiner als noch im Jahr 2022, so Destatis.

Dabei wird der Anbau der flächenmäßig stärksten Getreidearten zur Körnergewinnung (einschließlich Körnermais) voraussichtlich eine Fläche von 5,97 Millionen Hektar einnehmen (-79.700 Hektar oder -1,3 Prozent). Winterweizen steht demnach auf knapp der (48 Prozent) der Getreideanbaufläche im Jahr 2023. Für Wintergerste bestellten die landwirtschaftlichen Betriebe eine Anbaufläche von 1,27 Millionen Hektar (+5,2 Prozent), für Roggen und Wintermenggetreide (Getreidemischungen) 611.400 Hektar (+4,0 Prozent) und für die Weizen-Roggen-Kreuzung Triticale 311.900 Hektar (-3,8 Prozent). Für Winterraps wird in der Erntesaison 2023 eine Fläche von 1,16 Millionen Hektar genutzt (+7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Für Silomais beträgt die Anbaufläche voraussichtlich 2,07 Millionen Hektar (+2,1 Prozent). Bei den Hackfrüchten wird für die Zuckerrüben eine Anbaufläche von 398.200 Hektar (+0,5 Prozent) geschätzt, für Kartoffeln eine Anbaufläche von 267.000 Hektar (+0,2 Prozent). Hülsenfrüchte nehmen einen vergleichsweise kleinen Teil der Ackerflächen ein: Die Anbaufläche von Erbsen zur Körnergewinnung steigt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 119.600 Hektar, die Anbaufläche von Ackerbohnen sinkt um 13,3 Prozent auf 61.600 Hektar, so das Bundesamt.

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Bildhinweis: Weizen

Weniger Anbaufläche für Sommergetreide erwartet

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