Schulze warnt vor Folgen der Gewalt im Sudan für Zivilbevölkerung

– Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze weist auf dramatische Folgen ausfallender Hilfe im Sudan hin.
– Anhaltende Gewalt zwingt deutsche und internationale Helfer, Arbeit auszusetzen.
– Ein Drittel der Bevölkerung ist auf internationale Nahrungsmittelhilfen angewiesen.
– 72-stündige Feuerpause ist nur erster Schritt für dauerhafte Waffenruhe und Konfliktlösung.
– Wiederaufnahme der Hilfe möglich, wenn Militär Macht an zivile Regierung überträgt.
– 2021 endete Zusammenarbeit mit Militärregierung, Unterstützung für Bevölkerung bleibt.

Berlin () – Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat auf die dramatischen Folgen ausfallender internationaler und deutscher Hilfe wegen der anhaltenden Gewalt im Sudan hingewiesen. Schulze sagte der „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“ (Mittwochausgaben): „Es besteht zurzeit Gefahr für Leib und Leben der Helfer. Deswegen mussten wir – wie auch die Vereinten Nationen und andere Entwicklungsorganisationen – unsere Arbeit weitgehend aussetzen.“

Das könne dramatische Folgen haben, so die Entwicklungsministerin. „Ein Drittel der Bevölkerung Sudans ist auf internationale Nahrungsmittelhilfen angewiesen, und es werden täglich mehr.“ Dass die Konfliktparteien nun einer Feuerpause von 72 Stunden zugestimmt hätten, sei zwar eine gute Nachricht, so Schulze.

Doch dies könne nur der Anfang für eine dauerhafte Waffenruhe und eine Konfliktlösung sein. „Denn nur dann können wir unsere Arbeit wieder aufnehmen“, sagte die SPD-Politikerin. Der Sudan könne nur wieder auf die Beine kommen, „wenn die Konfliktparteien die Gewalt beenden und das Militär seine Macht an eine zivile Regierung überträgt“. Daran habe man in den letzten Jahren gearbeitet und darauf setze sie noch immer, sagte die Entwicklungsministerin.

„Wir haben 2021 daher auch nur die Zusammenarbeit mit der Militärregierung beendet, aber nicht die Unterstützung für die Bevölkerung.“ Sudan sei reich an Bodenschätzen, so Schulze. Aber dieser Reichtum müsse im Land gerechter verteilt werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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