Commerzbank will Ende 2023 neue Strategie präsentieren

  • Vorstand der Commerzbank arbeitet an neuer Strategie für die kommenden Jahre
  • Ergebnisse sollen Ende des Jahres im Aufsichtsrat beraten und anschließend vorgestellt werden
  • Ziel: ordentliche Eigenkapitalrendite erwirtschaften und Kapitalkosten verdienen
  • Wäre das erste Mal seit der Finanzkrise 2008, dass Commerzbank ihre Kapitalkosten verdient
  • Wegen Notfusion von Credit Suisse und UBS: zusätzliche Geschäftschancen für Commerzbank in der Schweiz
  • Bundesregierung könnte ihre Beteiligung von 15,6 Prozent an Commerzbank eines Tages über den Markt verkaufen

Frankfurt/Main () – Der Vorstand der Commerzbank arbeitet an einer neuen Strategie für die kommenden Jahre. “Gegen Ende des Jahres werden die Ergebnisse dann auch im Aufsichtsrat beraten und anschließend vorgestellt”, sagte Aufsichtsratschef Helmut Gottschalk dem “Handelsblatt” (Montagausgabe).


“Dabei wird sich zeigen, dass wir in den kommenden Jahren eine ordentliche Eigenkapitalrendite erwirtschaften und unsere Kapitalkosten verdienen können.” Es wäre das erste Mal seit der Finanzkrise 2008, dass Deutschlands zweitgrößte Privatbank ihre Kapitalkosten verdient. Diese betrugen laut Geschäftsbericht im vergangenen Jahr 9,2 Prozent. Im Rahmen der aktuellen Strategie, die noch bis Ende 2024 läuft, peilt das Frankfurter Geldhaus eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von mehr als 7,3 Prozent an.

Im vergangenen Jahr lag sie bei 4,9 Prozent. Wegen der Notfusion von Credit Suisse und UBS sieht Gottschalk für die Commerzbank und andere internationale Institute “zusätzliche Geschäftschancen” in der Schweiz. “Firmenkunden wollen schließlich und nicht von einem Institut abhängig sein.” Für die Volkswirtschaft sei es wichtig, dass es mit der und der Commerzbank auch künftig zwei selbstständige, größere Privatbanken gebe.

“Ich bin überzeugt, dass auch die dies so sieht”, sagte Gottschalk. Aus seiner Sicht könnte die Bundesregierung ihre Beteiligung von 15,6 Prozent an der Commerzbank eines Tages über den Markt verkaufen, wenn sie das Institut als eigenständige Bank erhalten will. “Ich bin überzeugt, dass die am Markt problemlos platziert werden könnten, wenn die Bank weiter gut vorankommt.”

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Commerzbank

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